Archiv für Tierleid-Fälle
Kanada: Aleeta Raugust in Calgary wegen serienmaessiger Katzenmisshandlung zu 6,5 Jahren Haft verurteilt



Von 2018 bis 2023 wurde Aleeta Raugust aus Calgary in der kanadischen Provinz Alberta in Gerichtsunterlagen und oeffentlichen Fallzusammenfassungen als Angeklagte beschrieben, die wiederholt Hauskatzen misshandelte, quaelte und toetete. Die NCPAC Case Law Database haelt in ihrer Zusammenfassung von R. v. Raugust fest, dass der Fall die Abschnitte 445(1)(a) und 445.1(1)(a) des Criminal Code betraf. Die Tiere waren Katzen; die beschriebenen Handlungen umfassten Erwuergen, Schlagen, Treten und Stampfen und fuehrten zu Tod oder beinahe Tod.
Die Fallzusammenfassung gibt an, dass Raugust Katzen unter anderem ueber Kijiji erhielt und Misshandlungsaufnahmen erstellte, speicherte und wiederholt ansah. Einige Katzenkoerper wurden an Orten zurueckgelassen, an denen andere Menschen sie finden konnten. Die Zusammenfassung vermerkt ausserdem, dass sie der Polizei gegenueber gesagt habe, sie habe ein Problem damit, Tiere zu verletzen, und brauche ein Einschreiten der Polizei. Gerichtsunterlagen zufolge bekannte sie sich zu neun Anklagepunkten im Zusammenhang mit Tiermisshandlung und zu einem Anklagepunkt wegen Drohung mit Sachbeschaedigung schuldig. Betroffen waren neun Katzen, von denen sieben starben.
Am 15. September 2023 verurteilte das Gericht Raugust zu 6,5 Jahren Haft und ordnete ein lebenslanges Verbot an, Tiere zu halten. Oeffentliche Zusammenfassungen geben wieder, dass der Strafrichter den Fall als extremes, fortgesetztes und hochgefaehrliches Tiermisshandlungsdelikt einordnete. Trotz des Gesamtstrafenprinzips und des Alters der Angeklagten erreichte die endgueltige Strafe 78 Monate. Der Fall wurde in mehreren oeffentlichen Quellen auch als eine fuer kanadische Tiermisshandlungsfaelle ungewoehlich schwere Strafe beschrieben.
Dieses Archiv nimmt den Fall auf, weil er ein Muster von fortgesetzter, vorsatzlicher Gewalt zeigt, bei dem das Leiden von Tieren selbst zum Ziel wurde. Die Dokumentation von Tierschaeden sollte keine Misshandlungsaufnahmen reproduzieren und nicht auf voyeuristische Reize zielen. Wichtiger ist es, gerichtliche Tatsachen, Verhaltensmuster und institutionelle Reaktionen zu sichern: Erwerb oder Beschaffung von Tieren, private Misshandlung, Bildaufzeichnung, wiederholtes Anschauen, Umgang mit den Koerpern, Schuldbekenntnis, Haftstrafe und lebenslanges Tierhaltungsverbot.
Quellen und Bildhinweise
- NCPAC Case Law Database: R. v. Raugust, 2023 A.J. No. 1196
- Eintrag Aleeta Raugust und der dort aufgefuehrte Index oeffentlicher Berichte
Fuer dieses Archiv wurden keine verifizierbaren, oeffentlich autorisierten Bilder der betroffenen Katzen oder der Angeklagten gefunden; deshalb werden keine Ersatzzeichnungen oder Platzhalter verwendet. Die Bilder sind echte Kontextaufnahmen aus Calgary und machen in den Bildunterschriften deutlich, dass sie keine Tatbilder zeigen.
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