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Changzhou, Jiangsu: Ex-Freund soll Wohnung betreten und 7 Jungkatzen vom siebten Stock geworfen haben

Im August 2021 berichtete Frau Liu aus Changzhou, Jiangsu, auf sozialen Plattformen, ihr Ex-Freund sei waehrend ihrer Abwesenheit in ihre Wohnung eingedrungen und habe 7 Jungkatzen vom siebten Stock hinuntergeworfen; alle starben. The Paper, ein von Sina weiterveroeffentlichter Bericht von Zhengguan News und Oriental Daily bewahrten ihre Darstellung, die Abstreitung des Mannes und Hinweise zum polizeilichen Vorgehen. Diese Akte dokumentiert nicht nur den Tod von 7 Jungkatzen, sondern auch, wie Tierverletzung mit Gewalt in nahen Beziehungen, Vergeltung und einer unzureichenden rechtlichen Bewertung tierischen Lebens verflochten sein kann.

7 Jungkatzen stuerzten aus dem siebten Stock
Im August 2021 wandte sich Frau Liu aus Changzhou, Jiangsu, auf sozialen Plattformen an die Oeffentlichkeit. Sie sagte, ihr Ex-Freund sei in ihre Wohnung eingedrungen, als sie nicht zu Hause war, und habe 7 noch sehr junge Katzen vom siebten Stock hinuntergeworfen, wodurch alle starben. Der Videobericht von The Paper vom 7. August hielt diese Darstellung fest und schrieb zugleich, der Mann bestreite, mit dem Tod der Katzen zu tun zu haben; er sagte, er werde die Angelegenheit der Polizei erklaeren.
In dem von Sina weiterveroeffentlichten Bericht von Zhengguan News sagte Frau Liu, sie wolle keine Entschaedigung, sondern Verantwortung. Sie erwaehnte ausserdem, sie habe zuvor haeusliche Gewalt erlebt; nach der Trennung sei ihr Ex-Freund weiterhin taeglich mit einem Schluessel in ihre Wohnung gekommen und habe sie verbal bedroht. Auch Oriental Daily berichtete, die Polizei habe den Fall zunaechst in Richtung Sachbeschaedigung bearbeitet und warte auf eine Schaetzung des Wertes der Jungkatzen.
Sie waren keine Zahlen auf einer Sachwertliste
In den oeffentlichen Berichten kommt man am Wort “Wertschaetzung” kaum vorbei. Gerade darin zeigt sich eine der schwer ertraeglichen Realitaeten vieler Faelle von Gewalt gegen Begleittiere: Das Leiden der Tiere und ihr Leben selbst werden rechtlich oft nicht zum Zentrum der Bewertung, sondern in einen Vermoegensschaden umgerechnet.
Die 7 Jungkatzen waren keine Gegenstaende, die man bewerten laesst. Sie waren erst seit kurzer Zeit auf der Welt und auf menschliche Pflege, Muttermilch und einen sicheren Raum angewiesen. In dem Moment, in dem sie aus der Hoehe geworfen wurden, konnte kein sogenannter Beziehungskonflikt, keine Trennung und kein privater Groll eine Erklaerung fuer Grausamkeit liefern.

Tierverletzung im Schatten haeuslicher Gewalt
Dieses Ereignis war auch kein isolierter “Haustierstreit”. Frau Liu erwaehnte in mehreren Medienberichten, ihr Ex-Freund habe sie frueher verletzt, auch mit Trommelfellriss; ausserdem sei er nach der Trennung weiter haeufig in ihre Wohnung gekommen. Vor diesem Beziehungshintergrund wirkt die Tierverletzung wie eine Fortsetzung von Gewalt, bei der schwache Leben als Werkzeug der Vergeltung benutzt werden.
Diese Akte faellt kein abschliessendes Urteil ueber Details, die nicht gerichtlich festgestellt wurden. Sie bewahrt aber den in oeffentlichen Materialien wiederholt sichtbaren Sachverlauf: 7 Jungkatzen starben; die Betroffene sagte, ihr Ex-Freund sei eingedrungen und habe sie hinuntergeworfen; der Mann bestritt dies oeffentlich; die Polizei schaltete sich ein; und der Fall wurde zusammen mit haeuslicher Gewalt, Nachstellung und Drohungen diskutiert.
Die Ohnmacht hinter “keine Entschaedigung, ich will, dass er ins Gefaengnis kommt”
Frau Liu sagte oeffentlich, sie wolle “keine Entschaedigung” und wolle, dass er “ins Gefaengnis kommt”. Das war nicht nur ein emotionaler Ausbruch, sondern beschreibt eine gemeinsame Notlage vieler Opfer in Tierverletzungsfaellen: Wenn nur Entschaedigung bleibt, finden Wut, Angst und seelische Verletzung nach einem genommenen Leben kaum eine Antwort.
Fuer die Halterin bedeuteten das Eindringen in die Wohnung, der Tod der Jungkatzen und das Wiederaufleben frueherer Gewalt eine mehrfache Verletzung. Fuer die 7 Jungkatzen gab es nicht einmal die Chance, gross zu werden, Namen zu bekommen, adoptiert oder erinnert zu werden. Gerade deshalb duerfen solche Faelle nicht im Rahmen von “Privatsache” oder “Sachschaden” stehen bleiben.

Warum dokumentieren
Der Fall der 7 Jungkatzen in Changzhou erinnert daran, dass Gewalt gegen Tiere oft mit Kontrolle, Drohung und Vergeltung gegen Menschen verflochten ist. Freundlichkeit gegenueber Lebewesen ist kein schwacher Slogan, sondern Teil davon, Gewalt zu erkennen, zu begrenzen und Verantwortung einzufordern.
Diese Seite kritisiert klar, wenn unschuldige Tiere als Objekt zum Ablassen von Wut benutzt werden. Dokumentation soll keine Angst verbreiten, sondern verhindern, dass kleine Leben ohne Selbstschutz einfach ausgeloescht werden. Sie soll auch Institutionen und Oeffentlichkeit weiter sichtbar machen: Wenn das Recht nur ueber “Sachwert” sprechen kann, bleibt es noetig zu fragen, wie Leben selbst geschuetzt werden soll.
Zeitleiste
- 2021-08-03: Frau Liu sagte, sie habe an diesem Tag eine verwuestete Wohnung entdeckt, danach den Tod von 7 Jungkatzen nach einem Sturz aus der Hoehe festgestellt und die Polizei gerufen.
- 2021-08-05: Zhengguan News berichtete, Frau Liu verlange keine Entschaedigung, sondern Verantwortung.
- 2021-08-07: The Paper, Oriental Daily und andere berichteten weiter und hielten die Abstreitung des Mannes sowie Hinweise zum Polizeiverfahren fest.
Oeffentliche Quellen
- The Paper: Frau sagt, Ex-Freund sei in ihre Wohnung eingedrungen und habe 7 Katzen vom siebten Stock geworfen; Mann bestreitet
- Sina, Weiterveroeffentlichung von Zhengguan News: Frau reagiert auf Tod von 7 Katzen durch Ex-Freund, verlangt keine Entschaedigung und will Verantwortung
- Oriental Daily: Mann dringt in Haus der Ex-Freundin ein, 7 Katzen sterben
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