Globales Tiergedächtnis-Archiv

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Archiv für Tierleid-Fälle

Hongkong: Serie mutmasslicher Hundevergiftungen in Lok Ma Chau

2026-05-31 China, Hong Kong, Lok Ma Chau
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Von Februar bis Mai 2026 kam es in der Umgebung von Lok Ma Chau in Hongkong fortlaufend zu mutmasslichen Vergiftungen mit Todesfolge und zu Vermisstenfaellen von Hunden. Hong Kong 01 berichtete, mindestens 9 Hunde seien vergiftet worden und 17 verschwunden; die Polizei fuehrt den Fall als Ermittlung wegen “grausamer Behandlung von Tieren”, bislang wurde niemand festgenommen. Hundehalter und Freiwillige verfolgen weiter Hinweise in der Naehe von Fischteichen, Grasflaechen und Dorfwegen.

Freiwillige finden nahe Fischteichen in Lok Ma Chau den Koerper eines Hundes
Freiwillige finden nahe Fischteichen in Lok Ma Chau den Koerper eines Hundes. Bildquelle: Hong Kong 01.

Todesfaelle ueber mehrere Monate hinweg

Der Untersuchungsbericht von Hong Kong 01 zeigt, dass von Februar bis Mai 2026 in der Umgebung von Lok Ma Chau in Hongkong wiederholt Hunde starben oder verschwanden. In der Zusammenfassung des Berichts heisst es, mindestens 9 Hunde seien vergiftet worden und 17 verschwunden; die Polizei fuehre den Fall als “grausame Behandlung von Tieren”, und zum Zeitpunkt der Veroeffentlichung sei noch niemand festgenommen worden.

Hinter diesen Zahlen steht kein abstrakter Fall. Die Hundehalter, Verantwortlichen der Fischteiche und Freiwilligen, die im Bericht vorkommen, erzaehlen alle von derselben Sache: Hunde, die urspruenglich in der Naehe von Fischteichen, Dorfwegen und Grasflaechen lebten, starben oder verschwanden ploetzlich einer nach dem anderen. Manche sahen mit eigenen Augen, wie ein Hund vor ihnen zusammenbrach; andere suchten am Wasser und im Gras nach Koerpern; wieder andere alarmierten nach dem Fund mutmasslicher Pestizidflaschen erneut die Polizei und suchten weiter nach Hinweisen.

Koerper eines Hundes im Gras
Einer der im Bericht gezeigten Orte, an denen Hunde tot aufgefunden wurden. Bildquelle: Hong Kong 01.

Nachforschungen von Hundehaltern und Freiwilligen

Hong Kong 01 berichtete, Hundehalter und Freiwillige seien an die Orte des Geschehens zurueckgekehrt, um zu klaeren, warum diese Hunde innerhalb kurzer Zeit konzentriert starben. In der Ueberschrift des Berichts wird erwaehnt, dass ein geliebter Hund “vor den Augen” seines Halters ploetzlich starb; das zeigt, dass zumindest ein Teil der Todesfaelle nicht erst nachtraeglich entdeckt wurde, sondern direkt vor den betreuenden Menschen geschah.

Den Bildern des Berichts zufolge umfassten die Orte Fischteiche, Uferbereiche, Grasflaechen, Dorfwege und Bereiche nahe Zaunen. Freiwillige fanden Koerper von Hunden und fotografierten auch mutmassliche Pestizidflaschen, Pulverreste und betreffende Orte. Wenn diese Seite solche Hinweise dokumentiert, verwendet sie Formulierungen wie “mutmasslich”, “der Bericht zeigt” und “Freiwillige fanden”; die Quelle des Gifts wird nicht als Tatsache dargestellt, solange sie von der Polizei nicht abschliessend veroeffentlicht wurde.

Im Bericht gezeigter Hinweis auf eine mutmassliche Pestizidflasche
Im Bericht gezeigter Hinweis auf eine mutmassliche Pestizidflasche. Bildquelle: Hong Kong 01.

Polizei fuehrt den Fall als grausame Behandlung von Tieren

Dieser Vorfall unterscheidet sich von gewoehnlichen Vermisstenfaellen bei Hunden. Hong Kong 01 schrieb ausdruecklich, die Polizei fuehre den Fall als Ermittlung wegen “grausamer Behandlung von Tieren”. Schon diese Einordnung zeigt, dass die Polizei die Ereignisse nicht einfach als natuerliche Todesfaelle oder normales Verschwinden behandelt, sondern in Richtung moeglicher Tierverletzung ermittelt.

Gleichzeitig heisst es in den oeffentlichen Informationen auch, es sei “noch niemand festgenommen” worden. Ein formeller Eintrag darf daher keine konkrete Taeterperson benennen und auch nicht alle Todesfaelle derselben Person zuschreiben. Bestaetigt werden kann: In der Umgebung von Lok Ma Chau kam es ueber mehrere Monate hinweg zu mehreren Todes- und Vermisstenfaellen von Hunden; Medienberichte zaehlten mindestens 9 tote und 17 vermisste Hunde; die Polizei ermittelt unter dem Gesichtspunkt grausamer Behandlung von Tieren.

Von Freiwilligen oder Hundehaltern eingerichtete Gedenkstelle fuer gestorbene Hunde
Eine im Bericht gezeigte Gedenkstelle. Bildquelle: Hong Kong 01.

Nicht nur Tiere, sondern auch Sicherheit der Gemeinschaft

Das Erschreckendste an mutmasslichen Vergiftungsfaellen ist, dass Gift seine Opfer nicht unterscheiden kann. Es kann zuerst Hunde verletzen, aber auch andere Tiere, Kinder oder vorbeigehende Menschen erreichen. Im Fall Lok Ma Chau sind Fischteiche, Uferbereiche und Grasflaechen offene oder halboffene Umgebungen. Wenn jemand an solchen Orten giftige Stoffe auslegt, bleibt das Risiko nicht auf Hunde beschraenkt.

Darum bestehen Hundehalter und Freiwillige auf weiterer Nachforschung. Fuer sie ist dies keine Kleinigkeit nach dem Motto “ein paar Hunde sind gestorben”, sondern der Verdacht, dass jemand im Verborgenen der Gemeinschaft Gift platziert und Leben qualvoll zusammenbrechen laesst. Diesen Fall zu dokumentieren bedeutet, Namen und Bilder der betroffenen Hunde zu bewahren und auch die oeffentliche Frage nach Wahrheit und Sicherheit festzuhalten.

Zeitleiste

  • Februar bis Mai 2026: In der Umgebung von Lok Ma Chau in Hongkong ereignen sich fortlaufend mutmassliche Vergiftungen mit Todesfolge und Vermisstenfaelle von Hunden.
  • In diesem Zeitraum: Hundehalter, Verantwortliche von Fischteichen und Freiwillige finden nahe Fischteichen, Uferbereichen, Grasflaechen und Dorfwegen Koerper von Hunden und verfolgen weiter mutmassliche Hinweise auf Gift.
  • Berichtsstatistik: Hong Kong 01 berichtet, mindestens 9 Hunde seien vergiftet worden und 17 verschwunden.
  • Polizeiliche Behandlung: Die Polizei fuehrt den Fall als Ermittlung wegen “grausamer Behandlung von Tieren”; zum Zeitpunkt der Berichtsveroeffentlichung wurde niemand festgenommen.

Quellen

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