Globales Tiergedächtnis-Archiv

Ein gemeinnütziges Langzeitarchiv für Tiergeschichten, Gedenkeinträge, quellenbasierte Fallakten und Erinnerungen an das Zusammenleben von Menschen und Tieren.

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Hongkong Tin Shui Wai: Fuenf Hunde ohne Futter und Wasser in Dorfhaus, zwei starben

2025-07-08 Siehe Artikeltext und Quellenangaben.
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Am Morgen des 8. Juli 2025 meldeten Bewohner in San Uk Tsuen an der Tin Ha Road in Tin Shui Wai, Hongkong, ueblen Geruch aus einer Erdgeschosswohnung eines Dorfhauses. HK01 berichtete, die Polizei habe vor Ort in der Einheit zwei Hundekoerper gefunden; drei weitere Hunde bewegten sich noch in der Wohnung, doch die Umgebung sei schlecht gewesen, ohne Futter und Trinkwasser. Mitarbeiter der Society for the Prevention of Cruelty to Animals kamen dazu und nahmen die drei ueberlebenden Hunde sowie die zwei toten Hunde zur weiteren Behandlung mit.

Tin-Shui-Wai-Dorfhausfall mit fuenf Hunden ohne Futter und Wasser, Beamte sehen an der Tuer nach Hunden
Tuerszene und Hunde im Inneren. Quelle: HK01, Foto von Wong Yuk-chi.

Fuenf Hunde, eingesperrt in einem Haus

Der gemeinsame Kern der Berichte lautet: In diesem Dorfhaus befanden sich fuenf Hunde, am Ende waren zwei tot und drei ueberlebten. HK01 meldete von der Szene, die zwei toten Hunde seien in einem Kaefig in einem Raum eingeschlossen gewesen; die drei ueberlebenden Hunde seien sehr schmutzig gewesen, einer davon stark abgemagert. Hong Kong Animal Post berichtete, vor Ort seien ein Schaeferhund und ein Pudel tot gefunden worden, drei weitere Hunde haetten noch Lebenszeichen gezeigt. Da die Angaben zu einzelnen Rassen zwischen Berichten leicht abweichen, stellt diese Seite die Rassen nicht als gesicherte Tatsache in den Mittelpunkt, sondern dokumentiert den Kern: Fuenf Hunde wurden langfristig in einer Umgebung ohne ausreichend Futter und Wasser gehalten, zwei starben, drei wurden gerettet.

Ueberlebende Hunde sind am Eingang des Dorfhauses in Tin Shui Wai zu sehen
Am Eingang sichtbare ueberlebende Hunde; die Szene wirkte unordentlich. Quelle: HK01, Foto von Wong Yuk-chi.

HK01 berichtete, es habe sich um die Erdgeschosswohnung eines dreistoeckigen Dorfhauses in San Uk Tsuen gehandelt; die Glastuer sei nur angelehnt gewesen, draussen lagen Gegenstaende verstreut, und beim Oeffnen habe sofort Gestank austreten. Eine solche Szene laesst eine Tatsache kaum wegschieben: Diese Hunde gerieten nicht in einem ploetzlichen Unfall sekundenweise in Gefahr, sondern wurden in einer Umgebung von Vernachlaessigung, ohne Futter, ohne Wasser und ohne Betreuung, Schritt fuer Schritt in Schwaeche und Tod gedrueckt.

Polizei fuehrte den Fall als Grausamkeit gegen Tiere

Spaeter am selben Tag berichtete HK01, die Polizei habe nach ersten Ermittlungen wegen des Verdachts auf “Grausamkeit gegen Tiere” einen 24-jaehrigen Mann mit Nachnamen Zhan und eine 26-jaehrige Frau mit Nachnamen Leung festgenommen; beide wurden zur Untersuchung festgehalten. Der Bericht schrieb zudem, die beiden seien ein frueheres Paar und ehemalige Bewohner der Dorfhauswohnung, und die Polizei pruefe, ob sie die Hundehalter seien. Der Fall wurde der vierten Einheit des Criminal Investigation Team im Polizeibezirk Yuen Long uebergeben.

Hund im Transportkaefig im Fall der fuenf Hunde in Tin Shui Wai
Ein geretteter Hund wurde in eine Transportbox gesetzt. Quelle: HK01, Foto von Wong Yuk-chi.

Auch Orange News berichtete, die betroffene Einheit habe langfristig unter Futter- und Wassermangel gestanden, wodurch zwei Hunde starben; ein Mann und eine Frau seien wegen mutmasslicher Tierquaelerei festgenommen worden. Dass mehrere Medien am selben Tag gebuendelt berichteten, machte den Fall zu mehr als einer nachbarschaftlichen Geruchsbeschwerde: Er wurde zu einem oeffentlichen Fall ueber dauerhafte Pflegepflicht, Tierwohl und strafrechtliche Verantwortung.

Ueberlebende und Verstorbene

Die SPCA erklaerte, nach Eintreffen der Inspektoren seien drei lebende Hunde und zwei Hundekoerper in das SPCA-Zentrum in Tsing Yi gebracht worden. Die drei ueberlebenden Hunde wurden sofort tiermedizinisch untersucht und behandelt; die zwei Koerper warteten auf eine weitere Obduktion durch das Agriculture, Fisheries and Conservation Department.

Mitarbeiter transportieren Hunde im Tin-Shui-Wai-Fall
Mitarbeiter bringen Hunde und Transportboxen vom Ort weg. Quelle: HK01, Foto von Wong Yuk-chi.
Mitarbeiter tragen im Tin-Shui-Wai-Fall einen Beutel mit Koerpern
Mitarbeiter tragen einen Koerperbeutel. Das Bild zeigt keine blutigen Details, dokumentiert aber die Folgen des Falls. Quelle: HK01, Foto von Wong Yuk-chi.

Die drei geretteten Hunde hatten noch eine Chance auf Behandlung, Reinigung und Pflege; die zwei gestorbenen Hunde konnten nur noch ueber Obduktion und Aktennummern in die weiteren Verfahren eingehen. Langfristiger Wasser- und Futtermangel ist kein leichtes “Versaeumnis in der Betreuung”, sondern eine langsame Qual. Er zwingt Tiere in einem geschlossenen Raum wiederholt durch Hunger, Durst, Schmutz, Angst und Warten, bis der Koerper nicht mehr traegt.

Stummes Leiden darf nicht hinter einer Tuer eingeschlossen bleiben

Das Schmerzhafteste an diesem Fall ist, dass die betroffenen Tiere vermutlich lange Zeit keine Moeglichkeit hatten, Hilfe nach draussen zu holen. Sie waren in einer menschlichen Wohnung eingeschlossen, von menschlicher Versorgung und Betreuung abhaengig und wurden doch in einer Umgebung ohne Nahrung und Wasser zurueckgelassen. Erst als Geruch austrat und Nachbarn die Polizei riefen, sah die Aussenwelt, was hinter der Tuer lag.

Ein Tier zu halten bedeutet, fortlaufende Verantwortung zu tragen. Wer nicht mehr versorgen kann, muss Hilfe suchen, abgeben oder unterbringen, statt Leben einzuschliessen und sie in Hunger und Durst aufzubrauchen. Diese Seite dokumentiert den Fall Tin Shui Wai, um die zwei Hunde zu erinnern, die die Rettung nicht mehr erreichten, und um daran zu erinnern, dass langfristige Vernachlaessigung und Aussetzung von Begleittieren ebenfalls grausam sind.

Zeitleiste

  • 8. Juli 2025, 8:47 Uhr: Bewohner von San Uk Tsuen an der Tin Ha Road in Tin Shui Wai riefen die Polizei, weil aus einer Erdgeschosswohnung eines Dorfhauses Geruch austrat.
  • Nach Eintreffen der Polizei: In der Wohnung wurden fuenf Hunde gefunden; zwei waren bereits tot, drei lebten noch, befanden sich aber in schlechter Umgebung ohne Futter und Trinkwasser.
  • Am selben Tag: SPCA-Inspektoren kamen dazu und brachten drei ueberlebende Hunde sowie zwei Hundekoerper in das SPCA-Zentrum in Tsing Yi.
  • 8. Juli 2025, Nachmittag: Die Polizei nahm wegen Verdachts auf Grausamkeit gegen Tiere einen 24-jaehrigen Mann und eine 26-jaehrige Frau fest; der Fall wurde dem Criminal Investigation Team im Bezirk Yuen Long uebergeben.

Oeffentliche Quellen

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