Am 9. Mai 2025 berichtete Hong Kong Animal Post in einer von Yahoo News weiterverbreiteten Fassung, vor dem Markt von Sheung Tak Estate in Tseung Kwan O, Hongkong, sei eine Perlhalstaube am Boden gefunden worden. Die Augenzeugin Nana sagte, der Vogel habe im Sterben gelegen; seine beiden Fuesse seien mit Schnur gefesselt gewesen, der Schwanz mutmasslich gewaltsam abgerissen. Am Ende starb er an den schweren Verletzungen.

Eine Taube lag vor dem Markt
Dem Bericht zufolge sah Nana an diesem Tag gegen 12 Uhr mittags vor dem Markt von Sheung Tak Estate, wie Nachbarn eine Taube ins Gras brachten. Als sie naeher hinsah, bemerkte sie, dass beide Fuesse der Taube mit Schnur gefesselt waren und der Schwanz schwer beschaedigt war. Nachbarn hatten Sorge, die am Boden liegende Taube koenne weiter verletzt werden, und legten sie deshalb zunaechst an den Rand der Gruenflaeche.

Nana lief danach los, um Wasser zu kaufen und der Taube zu geben. Als sie zurueckkam, war der Vogel bereits gestorben. Sie rief noch am Ort die Polizei und zitierte Beamte mit der Aussage, die Vorgehensweise sei grausam und man werde bis zum Ende ermitteln. Dieser Eintrag haelt den Ablauf nach oeffentlichen Berichten fest, ohne der Polizei eine bestimmte verdaechtige Person vorzugeben oder unbestaetigte Einzelheiten auszuweiten.

Grausamkeit gegen Wildvoegel wiegt nicht weniger, nur weil sie keine Haustiere sind
Die Perlhalstaube ist ein haeufiger Wildvogel in Hongkong. Gerade weil sie haeufig vorkommt, wird sie leicht uebersehen: In der Stadt gehen Menschen an ihr vorbei, manche fuettern sie, manche lehnen sie ab, und manche behandeln einen kleinen Wildvogel, als duerfe man ihm beliebig schaden. Die Fuesse eines Vogels zu fesseln, ihm normales Entkommen zu nehmen und dann den Schwanz schwer zu verletzen, ist eine Missachtung der elementarsten Empfindungsfaehigkeit eines Lebewesens.

Dieser Fall hat keine umfangreiche Akte und keine komplizierte rechtliche Erzaehlung. Er ist eine Szene vor einem Markt: Ein Vogel, der eigentlich am Rand der Stadt nach Nahrung suchen, fliegen und Gefahren ausweichen sollte, wurde gezwungen, unter Schmerzen zu sterben. Dieses Archiv nimmt den Fall auf, um eine scheinbar kleine, aber extreme Grausamkeit nicht verschwinden zu lassen, und um daran zu erinnern, dass Guete gegenueber Lebewesen nicht bei Haustieren endet.

Zeitleiste
- 9. Mai 2025, gegen 12 Uhr mittags: Die Buergerin Nana fand vor dem Markt von Sheung Tak Estate in Tseung Kwan O eine sterbende Perlhalstaube.
- Nach der Kontrolle am Ort: Dem Bericht zufolge waren beide Fuesse der Taube mit Schnur gefesselt und der Schwanz mutmasslich gewaltsam abgerissen; Nachbarn legten sie in die Gruenflaeche, um weitere Verletzung zu vermeiden.
- Kurz danach: Nana kehrte mit Wasser zurueck, fand die Taube aber bereits tot vor und rief noch am Ort die Polizei.
- 9. Mai 2025: Hong Kong Animal Post veroeffentlichte den Bericht; Yahoo News verbreitete ihn weiter. Der Bericht bat Zeugen um Hinweise.
Oeffentliche Quellen
- Yahoo News, Weiterverbreitung von Hong Kong Animal Post: In Tseung Kwan O ereignete sich ein Fall von Tierquaelerei; Taube grausam an den Fuessen gefesselt und Schwanz abgerissen
- Hong Kong Animal Post, Instagram-Originalbeitrag: Taube in Tseung Kwan O an den Fuessen gefesselt und Schwanz abgerissen
- Hong Kong Bird Watching Society, Vogelverzeichnis: Artinformationen zur Perlhalstaube in Hongkong

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