Globales Tiergedächtnis-Archiv

Ein gemeinnütziges Langzeitarchiv für Tiergeschichten, Gedenkeinträge, quellenbasierte Fallakten und Erinnerungen an das Zusammenleben von Menschen und Tieren.

Tiergeschichten

Bamse: der Bernhardiner auf einem norwegischen Schiff im Zweiten Weltkrieg

1944-07-22 Siehe Artikeltext und Quellenangaben.
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Bamse war ein Bernhardiner auf dem norwegischen Schiff Thorodd. Im Zweiten Weltkrieg kam er mit der Royal Norwegian Navy nach Grossbritannien und wurde in der Gegend von Montrose und Dundee zu einem Symbol der freien norwegischen Kraefte. Oeffentliche Unterlagen berichten, dass er Seeleute beruhigte, zu lange an Land gebliebene Besatzungsmitglieder zurueckholte und auch mit Rettungsgeschichten verbunden wurde. 1944 starb Bamse in Montrose und wurde mit militaerischen Ehren bestattet; spaeter erhielt er die PDSA Gold Medal.

Norwegen / Grossbritannien, Schottland, Montrose und Dundee | Bernhardiner Bamse

Oeffentliches historisches Bild von Bamse. Bildquelle: Wikimedia Commons, lokal gespeichert.
Oeffentliches historisches Bild von Bamse. Bildquelle: Wikimedia Commons, lokal gespeichert.

Ein offizielles Mitglied an Bord

Bamse wurde 1937 geboren und gehoerte urspruenglich Erling Hafto, dem Kapitaen der Thorodd. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde die Thorodd in die Royal Norwegian Navy eingegliedert. 1940 floh sie zusammen mit mehreren norwegischen Schiffen nach Grossbritannien, und Bamse blieb ebenfalls an Bord.

Er wurde als offizielles Besatzungsmitglied und Maskottchen behandelt und lebte in Montrose, Dundee und anderen Orten gemeinsam mit norwegischen Seeleuten.

Beruhigen und Besatzung zurueckholen

Zur oeffentlichen Erinnerung an Bamse gehoeren mehrere Geschichten: Er soll Streit zwischen Seeleuten geschlichtet haben, indem er seine Pfoten auf die Schultern der Streitenden legte; ausserdem soll er selbst mit dem Bus zu Kneipen gefahren sein, um Seeleute zurueck aufs Schiff zu bringen, damit sie Dienstzeiten oder Ausgangssperren nicht verpassten.

Andere Erzaehlungen berichten, er habe einen Angreifer mit Messer ins Wasser gestossen oder einen ueber Bord gefallenen Seemann gerettet. Das Archiv bewahrt diese breit dokumentierten Berichte und weist zugleich darauf hin, dass sie zur muendlichen Kriegserinnerung und Gedenktradition gehoeren.

Tod und Gedenken

Im Juli 1944 starb Bamse in Montrose. An seiner Beerdigung nahmen norwegische Seeleute, alliierte Angehoerige, Schueler und Einheimische teil. Spaeter erhielt er den Norges Hundeorden und die PDSA Gold Medal; in Montrose, Honningsvag und weiteren Orten erinnern Statuen an ihn.

Dieser Beitrag verwendet ein echtes oeffentliches historisches Bild.

Warum er aufgenommen wird

Bamses Geschichte liegt zwischen Militaerhund, Schiffshund und Symbol einer Gemeinschaft im Exil. Er war nicht nur ein Tier, das eine einzelne Aufgabe erfuellte, sondern ein Gefaehrte, der einer Gruppe von Seeleuten fern der Heimat half, im Krieg Ordnung, Gefuehl und Identitaet zu bewahren.

Zusaetzlicher Pruefhinweis

Zusaetzlicher Hinweis: Bamses Geschichte besitzt eine starke lokale Gedenkbedeutung. Sowohl Montrose als auch das norwegische Honningsvag bewahren sie durch Statuen, Gedenkveranstaltungen und oeffentliche Erzaehlungen weiter. Das Archiv muss diese spaetere Erinnerung einbeziehen, denn Tiergeschichten enden oft nicht mit dem Tod, sondern werden im Gedaechtnis einer Gemeinschaft weiter erzaehlt.

Oeffentliche Quellen

Gedenken und Antworten

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