Black Jack war ein schwarzer Morgan-American-Quarter-Horse-Mix und diente im Caisson Platoon des 3. US-Infanterieregiments, The Old Guard. Bei mehr als tausend militaerischen Begraebnissen hoechster Ordnung erschien er als reiterloses Pferd, darunter bei den Begraebnissen von John F. Kennedy, Herbert Hoover, Douglas MacArthur und Lyndon B. Johnson. Nach seinem Tod am 6. Februar 1976 wurde er mit vollen militaerischen Ehren bestattet.
USA, Fort Myer, Virginia / Arlington National Cemetery und andere Orte | militaerisches Begraebnispferd Black Jack

Der leere Sattel im Ritual
Black Jack wurde 1947 geboren und nach General John “Black Jack” Pershing benannt. Spaeter kam er in das Caisson Platoon von The Old Guard und uebernahm bei militaerischen Begraebnissen der USA die stark symbolische Rolle des reiterlosen Pferdes.
Das reiterlose Pferd folgt meist dem Sarg; in den Steigbuegeln stecken Stiefel verkehrt herum, als Zeichen dafuer, dass der verstorbene Anfuehrer oder Soldat nie wieder aufsitzen wird. Black Jack erschien bei den Begraebnissen Kennedys und anderer wichtiger Personen und praegte dieses Zeichen tief in das oeffentliche Gedaechtnis des Fernsehzeitalters ein.
Dienst und Bestattung
Quellen halten fest, dass Black Jack an mehr als tausend Armed Forces Full Honors Funerals teilnahm. Nach seiner Pensionierung 1973 wurde er weiterhin von Jacqueline Kennedy gekauft und versorgt; 1976 starb er.
Seine sterblichen Ueberreste wurden auf dem Summerall Field in Fort Myer bestattet, und er erhielt volle militaerische Ehren. Als Tier verstand er staatliche Rituale nicht, doch Menschen gaben ihm eine symbolische Funktion fuer Schweigen, Abwesenheit und Trauer.
Warum er aufgenommen wird
Black Jacks Akte bewahrt die Geschichte des Tieres als Traeger eines Rituals. Es ist keine Schlachtfeldheldengeschichte, sondern die Geschichte davon, wie ein Pferd in oeffentlichen Begraebnissen Verlust, Machtuebergang und kollektive Trauer tragen konnte.
Solche Geschichten verlangen auch eine zurueckhaltende Archivsprache: Sie respektiert Ritual und Geschichte und erinnert zugleich daran, dass das einzelne Tier Arbeit, Training, Altern und Tod hatte und nicht nur ein symbolisches Requisit war.

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