Gunner war ein Kelpie, der aus der Zeit der Luftangriffe auf Darwin in Australien im Zweiten Weltkrieg ueberliefert ist. Nach dem ersten japanischen Luftangriff am 19. Februar 1942 wurde er unter einem zerstoerten Gebaeude der RAAF Darwin gefunden, mit verletzten Vorderbeinen. Spaeter baute er eine Beziehung zu Percy Westcott auf und zeigte eine ungewoehnliche Reaktion, mit der er offenbar die Geraeusche japanischer Flugzeuge im Voraus unterscheiden konnte. So wurde er zu einem inoffiziellen Fruehwarner, auf den sich Menschen auf dem Stuetzpunkt verliessen.
Australien, Northern Territory, Darwin | Kelpie Gunner

Unter den Truemmern gefunden
Am 19. Februar 1942 flogen japanische Flugzeuge den ersten grossen Luftangriff auf Darwin. Nach dem Angriff hoerte RAAF-Personal unter einer zerstoerten mess hut das Wimmern eines Welpen und fand Gunner, dessen Vorderbein verletzt war.
Sanitaetspersonal richtete seinen Knochen; der Ueberlieferung nach wurde er sogar unter dem Namen Gunner und mit der Nummer 0000 registriert. Leading Aircraftman Percy Westcott kuemmerte sich anschliessend um ihn und wurde sein Halter.
Flugzeuge frueher hoeren
Etwa eine Woche spaeter begann Gunner unruhig zu werden, zu winseln und herumzuspringen, bevor Menschen Flugzeuggeraeusche wahrnehmen konnten; danach trafen japanische Flugzeuge ein. Aehnliche Situationen wiederholten sich immer wieder. Oeffentliche Quellen berichten, dass er bis zu etwa 20 Minuten vor einem Luftangriff reagieren und die Geraeusche japanischer und alliierter Flugzeuge unterscheiden konnte.
Der Kommandeur des Stuetzpunkts erlaubte Westcott deshalb, bei Gunners Warnung eine tragbare Luftschutzsirene auszulosen. Wie auch immer diese Faehigkeit erklaert wird: Fuer die Menschen auf dem Stuetzpunkt galt sie als aeusserst wertvolle Fruehwarnung.
Erinnerung und Grenzen
Gunner wurde spaeter Teil der Kriegserinnerung Darwins; in neuerer Zeit erschien er auch in Wandbildern, Kinderbuechern und anderen lokalen Formen des Gedenkens. Ueber sein endgueltiges Schicksal stimmen oeffentliche Quellen nicht vollstaendig ueberein, daher macht das Archiv aus unsicheren spaeteren Angaben keine Gewissheit.
Dieser Beitrag verwendet ein bereits vorhandenes echtes historisches Bild und braucht keinen Quellenauszug und kein Ersatzbild.
Warum er aufgenommen wird
Gunners Geschichte zeigt, dass tierische Faehigkeiten manchmal nicht durch formelles Training in Rettungssysteme gelangen, sondern im gemeinsamen Leben von Menschen beobachtet, ueberprueft und in Handlungen aufgenommen werden. Er rettete nicht, indem er in ein Feuer lief, sondern indem er frueh warnte, dass Gefahr naeher kam.

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