Globales Tiergedächtnis-Archiv

Ein gemeinnütziges Langzeitarchiv für Tiergeschichten, Gedenkeinträge, quellenbasierte Fallakten und Erinnerungen an das Zusammenleben von Menschen und Tieren.

Tiergeschichten

Kuga: der Australian-SAS-Belgian-Malinois, der in einer Patrouille unter Beschuss weiterarbeitete

2011-08-26 Siehe Artikeltext und Quellenangaben.
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Kuga war ein Belgian Malinois des australischen Special Air Service Regiment. Im August 2011 entdeckte er bei einer Patrouille in Uruzgan, Afghanistan, vor der Einheit verborgene bewaffnete Kaempfer. Er wurde mehrfach angeschossen, arbeitete weiter und starb 2012 an Komplikationen seiner Verletzungen. 2018 erhielt er posthum die PDSA Dickin Medal.

Afghanistan, Uruzgan / Australien | Belgian-Malinois-Militaerhund Kuga

Oeffentliches Bild der PDSA Dickin Medal; es steht fuer Kugas Auszeichnung und ist kein Foto von Kuga selbst. Bildquelle: Wikimedia Commons, lokal gespeichert.
Oeffentliches Bild der PDSA Dickin Medal; es steht fuer Kugas Auszeichnung und ist kein Foto von Kuga selbst. Bildquelle: Wikimedia Commons, lokal gespeichert.

Die Entdeckung vor der Einheit

Im August 2011 arbeitete Kuga mit einer australischen SASR-Patrouille in Uruzgan. Als die Einheit sich in schwierigem Gelaende bewegte, zeigte er vor den Menschen die Position mehrerer verborgener bewaffneter Kaempfer an.

Oeffentliche Aufzeichnungen berichten, dass Kuga durch Schuesse und moeglicherweise auch durch Bisse verletzt wurde. Trotzdem kehrte er zu seinem Hundefuehrer zurueck und nahm die Arbeit wieder auf. Seine Warnung half der Patrouille, die feindliche Position frueher zu erkennen.

Rueckkehr nach der Verwundung

Nach der schweren Verwundung reagierte Kuga weiter auf seinen Hundefuehrer und kaempfte sich sogar durch Wasser zurueck. Spaeter wurde er ausgeflogen und erhielt tiermedizinische Behandlung in Afghanistan, Deutschland und Australien.

Trotz langer Bemuehungen um Genesung starb Kuga 2012 an Komplikationen im Zusammenhang mit seinen Verletzungen. 2018 wurde ihm posthum die Dickin Medal verliehen.

Warum er aufgenommen wird

Kugas Geschichte kann leicht als einfache Heldenerzaehlung gelesen werden. Das Archiv muss zugleich die Leistung, die schwere Verwundung und das militaerische System benennen, in dem dieser Hund eingesetzt wurde.

Die Aufnahme dient deshalb nicht nur dazu, zu zeigen, wie ein Militaerhund den Ausgang einer Patrouille veraenderte. Sie erinnert auch daran, dass Tiere in solchen Einsaetzen Gefahren tragen, ueber die sie selbst nicht entscheiden koennen.

Redaktionelle Notiz

Kugas Eintrag muss die fruehe Warnung, den taktischen Beitrag, die mehrfachen Verletzungen und den spaeteren Tod zusammenhalten. Nur eine Seite der Geschichte zu erzaehlen, wuerde den Fall verengen.

Die spaete Auszeichnung macht die Anerkennung sichtbar, ersetzt aber nicht die Fragen nach Verletzung, Behandlung, Scheitern der Genesung und der Verantwortung von Menschen gegenueber eingesetzten Tieren.

So koennen Leser Leistung und Schmerz nebeneinander sehen.

Bildhinweis

Fuer Kuga wird derzeit ein Bild der Dickin Medal verwendet, weil ein eindeutig geeignetes oeffentliches Foto von Kuga selbst nicht bestaetigt wurde. Die Bildunterschrift muss diese Grenze offen benennen.

Oeffentliche Quellen

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