2019 lief der britische Militaerhund Kuno bei einer Spezialoperation in Afghanistan durch Handgranaten- und Maschinengewehrfeuer, sprang einen Schuetzen an und ueberwaeltigte ihn, sodass ein festgesetztes Team wieder Handlungsspielraum bekam. Er wurde an beiden Hinterlaeufen getroffen, erhielt spaeter eine Amputation, Prothesenanpassung und die PDSA Dickin Medal.
Ort einer Spezialoperation in Afghanistan / Grossbritannien | Belgian-Malinois-Militaerhund Kuno

Ein Team unter Feuer
Oeffentliche Quellen berichten, dass Kuno ein Belgian Malinois im Einsatz britischer Spezialkraefte war. Bei einer Operation gegen bewaffnete Al-Qaida-Kaempfer im Jahr 2019 geriet das Team unter Handgranaten- und Maschinengewehrfeuer und konnte nicht weiter vorruecken. Kuno wurde eingesetzt, trug Nachtsichtausruestung, lief durch die Feuerlinie, sprang den Schuetzen an und durchbrach die Lage.
Dieser Abschnitt darf nicht leichtfertig als “Hund leistet Heldentat” geschrieben werden. Er spielte sich unter dichtem Feuer ab, und Kuno ging mit seinem Koerper in die Gefahr. Quellen berichten, dass er bei der Aktion an beiden Hinterlaeufen getroffen und schwer verletzt wurde.
Von der Operation zur Prothese
Nach seiner Rueckkehr nach Grossbritannien wurde Kuno behandelt. Eine Hinterpfote wurde teilweise amputiert, und er erhielt eine angepasste Prothese. Spaeter wurde er aus dem Dienst genommen. Die PDSA verlieh Kuno die Dickin Medal und wuerdigte damit seinen Mut unter Feuer und seinen Beitrag zur Mission. Berichte der BBC und anderer Medien bezeichnen diese Auszeichnung als Victoria Cross fuer Tiere.
Oeffentliche Berichte heben auch hervor, dass Kunos Genesung nicht einfach aus Verbinden und “Rueckkehr in die Einheit” bestand. Sie umfasste langfristige tiermedizinische Behandlung, chirurgische Versorgung, Prothesenanpassung und ein geregeltes Leben im Ruhestand. Dieser Teil ist wichtig, weil Arbeitshunde oft als Werkzeuge im Einsatz beschrieben werden. Eine wirklich vollstaendige Aufzeichnung muss aber auch den verletzten Koerper, Schmerz, Anpassung und Pflege nach dem Einsatz in die Geschichte zurueckholen.
Kunos Fall zeigt auch die Doppelseitigkeit militaerischer Hundeausbildung: Training ermoeglichte ihm, in aeusserster Unordnung auf Befehle zu hoeren, Ziele zu erkennen und Gefaehrten zu schuetzen. Dasselbe Training brachte ihn aber auch in eine der gefaehrlichsten Umgebungen, die Menschen schaffen. Bei der Aufnahme solcher Geschichten geht es nicht darum, Krieg zu preisen, sondern das tatsaechliche Risiko zu bewahren, das ein Tier getragen hat, und zu fragen, ob Menschen danach ihre Verantwortung ernsthaft getragen haben.
Dieses Archiv romantisiert Krieg nicht. Es dokumentiert die Gefahr, die ein Arbeitshund in einem hochriskanten menschlichen Konflikt trug, und die Verantwortung der Menschen fuer medizinische Versorgung, Rehabilitation und Ruhestand danach. Das Titelbild bleibt derzeit auf ein oeffentliches Bild im Zusammenhang mit der Dickin Medal beschraenkt. Es gibt kein anderes Belgian-Malinois- oder Militaerhundfoto als Kuno aus; falls spaeter ein oeffentliches Bild von Kuno selbst bestaetigt und lokal gespeichert werden kann, werden Titelbild und Bildunterschrift aktualisiert.
Warum aufgenommen
Kunos Geschichte gehoert zu den Faellen, in denen Tiere Menschen aus Gefahr helfen. Sie zeigt aber auch den Preis dieser Hilfe. Kuno ist kein Werkzeug und kein einmaliges Heldensymbol; er ist ein trainiertes, verletztes, behandeltes und versorgtes Lebewesen, das mit seinem Koerper Risiko getragen hat.

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