Globales Tiergedächtnis-Archiv

Ein gemeinnütziges Langzeitarchiv für Tiergeschichten, Gedenkeinträge, quellenbasierte Fallakten und Erinnerungen an das Zusammenleben von Menschen und Tieren.

Tiergeschichten

Sasha: die Bombensuchhuendin, die in Afghanistan posthum die Dickin Medal erhielt

2008-07-24 Siehe Artikeltext und Quellenangaben.
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Sasha war eine gelbe Labrador-Retriever-Sprengstoffspuerhuendin des Royal Army Veterinary Corps der britischen Armee. 2008 arbeitete sie in Afghanistan mit Lance Corporal Kenneth Rowe zusammen. Oeffentliche Berichte schreiben Sasha das Aufspueren von 15 Bomben, Minen, Moersern und Waffen zu. Am 24. Juli 2008 wurden Sasha und Rowe bei einem Feuergefecht getoetet; 2014 erhielt Sasha posthum die Dickin Medal.

Afghanistan, Helmand / Region Kandahar | Labrador-Retriever-Sprengstoffspuerhuendin Sasha

Oeffentliches Bild der PDSA Dickin Medal; es dient als Auszeichnungsbild und ist kein Foto von Sasha. Bildquelle: Wikimedia Commons, lokal gespeichert.
Oeffentliches Bild der PDSA Dickin Medal; es dient als Auszeichnungsbild und ist kein Foto von Sasha. Bildquelle: Wikimedia Commons, lokal gespeichert.

Eine junge Huendin und ihr Hundefuehrer

Sasha wurde zunaechst mit einem anderen Hundefuehrer eingesetzt und spaeter mit Lance Corporal Kenneth Rowe gepaart. Oeffentliche Berichte erwaehnen, dass Sasha in der Einheit der Arbeitshunde als besonders entschlossen galt und eine vertraute Bindung zu ihrem Hundefuehrer aufbaute.

Bei ihren Sprengstoffsuchaufgaben in Afghanistan half sie, Bomben, Minen, Moerser und Waffen zu finden. Solche Funde standen unmittelbar mit der Sicherheit von Patrouillen und Zivilpersonen am Boden in Verbindung.

Tod und posthume Auszeichnung

Am 24. Juli 2008 wurden Sasha und Rowe waehrend einer Operation in Afghanistan bei einem Feuergefecht getoetet. Sashas Asche wurde spaeter zusammen mit Rowes Leichnam nach Grossbritannien zurueckgebracht.

2014 wurde Sasha posthum mit der Dickin Medal ausgezeichnet. Die Auszeichnung hob ihre Arbeit bei der Suche nach Sprengstoff hervor und machte den Orden zugleich zu einem Teil der oeffentlichen Erinnerung an Tiere im Krieg.

Warum sie aufgenommen wird

Sashas Geschichte soll nicht nur als Geschichte einer Medaille gelesen werden. Sie bewahrt den Zusammenhang zwischen einer jungen Arbeitshuendin, Ausbildung, unmittelbarer Gefahr, einer engen Partnerschaft und der Rueckkehr ihrer Asche neben dem Menschen, mit dem sie diente.

Derzeit wird nur ein Auszeichnungsbild aus oeffentlicher Quelle verwendet; es wird kein unbezogenes Foto eines gelben Labradors eingesetzt.

Zusaetzlicher Pruefhinweis

Zusaetzlicher Hinweis: Sasha war bei ihrem Tod noch sehr jung; auch das verdient Aufzeichnung. In der oeffentlichen Erinnerung an Arbeitshunde werden Einsatzleistung und Auszeichnung oft betont, doch dahinter steht ein Leben, das frueh in Krieg und Gefahr geriet. Ihre posthume Auszeichnung brachte diese Geschichte spaeter erneut in das oeffentliche Gedaechtnis.

Oeffentliche Quellen

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