Globales Tiergedächtnis-Archiv

Ein gemeinnütziges Langzeitarchiv für Tiergeschichten, Gedenkeinträge, quellenbasierte Fallakten und Erinnerungen an das Zusammenleben von Menschen und Tieren.

Tiergeschichten

Smoky: der kleine Hund, der im Pazifikkrieg eine Kommunikationsleitung durch ein Rohr zog

1944 Siehe Artikeltext und Quellenangaben.
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Smoky war ein Yorkshire Terrier auf dem pazifischen Kriegsschauplatz des Zweiten Weltkriegs. 1944 wurde sie in Neuguinea von US-Soldaten gefunden und spaeter von William A. Wynne aufgenommen. Ihre bekannteste Geschichte handelt davon, wie sie in der Naehe des Lingayen Gulf auf Luzon durch ein enges Rohr kroch und eine Kommunikationsleitung hindurchzog. Dadurch mussten Soldaten nicht unter Bombardierungsgefahr freigelegt arbeiten. Nach dem Krieg besuchte Smoky auch Krankenhaeuser und gilt haeufig als eines der fruehen Beispiele fuer einen Therapiehund.

Neuguinea / Philippinen, Luzon / USA, Ohio | Yorkshire Terrier Smoky

Oeffentliches Bild von Smoky in einem Militaerhelm. Bildquelle: Wikipedia / public article image, lokal gespeichert.
Oeffentliches Bild von Smoky in einem Militaerhelm. Bildquelle: Wikipedia / public article image, lokal gespeichert.

Der kleine Hund, der im Dschungel gefunden wurde

1944 wurde Smoky in einem verlassenen foxhole in Neuguinea gefunden. Sie war sehr klein und wurde spaeter an Corporal William A. Wynne aus Cleveland verkauft. Sie lebte mit Wynne auf dem pazifischen Kriegsschauplatz und erlebte Fluege, Lager und Frontnaehe.

Smoky wog nur etwa 4 Pfund. Damit unterschied sie sich vollstaendig vom traditionellen Bild grosser Militaerhunde.

Durch ein enges Rohr

Am Lingayen Gulf auf Luzon in den Philippinen musste eine Kommunikationsleitung durch ein enges Rohr gefuehrt werden. Wenn Menschen die Arbeit erledigt haetten, haette moeglicherweise eine Rollbahn aufgegraben werden muessen, wodurch Personal und Flugzeuge der Gefahr feindlicher Bombardierung ausgesetzt worden waeren.

Oeffentliche Quellen berichten, dass Smoky durch ein etwa 70 Fuss langes Rohr mit einem Durchmesser von etwa 8 Zoll kroch und die Leitung hindurchbrachte. Dadurch sparte sie Zeit und verringerte Gefahr. Diese Geschichte zeigt sowohl Training als auch den besonderen Wert eines kleinen Koerpers fuer eine bestimmte Aufgabe.

Nach dem Krieg und die Erinnerung als Therapiehund

Nach dem Krieg kehrte Smoky mit Wynne in die Vereinigten Staaten zurueck und trat in Medien und oeffentlichen Vorfuehrungen auf. Sie wurde auch in Krankenhaeuser gebracht, um verletzte und kranke Menschen zu begleiten; deshalb wird sie oft als fruehes Beispiel eines Therapiehundes bezeichnet.

1957 starb Smoky. Spaeter entstanden im Umfeld der Cleveland Metroparks Erinnerungszeichen an sie.

Warum sie aufgenommen wird

Smokys Geschichte hilft dem Tierarchiv, nicht nur grosse, imposante und militaerisch wirkende Tiere in den Mittelpunkt zu stellen. Auch ein sehr kleiner Koerper kann unter bestimmten baulichen Bedingungen und Risiken eine unersetzliche Rolle spielen.

Zusaetzlicher Pruefhinweis

Zusaetzlicher Hinweis: Smokys Geschichte vom Ziehen einer Leitung durch ein Rohr ist deshalb wichtig, weil sie die koerperlichen Voraussetzungen eines kleinen Tieres in konkrete Rettungsfaehigkeit verwandelte. Eine enge Raumaufgabe, die Menschen nicht sicher und schnell erledigen konnten, wurde stattdessen von einem winzigen Hund ausgefuehrt. Dieses Detail macht die Geschichte nicht nur niedlich, sondern gibt ihr einen klaren technischen und kriegsbezogenen Risikohintergrund.

Oeffentliche Quellen

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