Tama war die beruehmte Bahnhofskatze des Bahnhofs Kishi in der japanischen Praefektur Wakayama. 2007 ernannte die Wakayama Electric Railway sie offiziell zur Bahnhofsvorsteherin. Zuvor war sie eine Katze, die am Bahnhof von Anwohnern und Personal versorgt wurde; spaeter begruesste sie mit kleiner Muetze Reisende und brachte der Kishigawa-Linie und dem lokalen Tourismus neue Aufmerksamkeit. Nach ihrem Tod 2015 erhielt Tama feierliche Erinnerung und den Titel einer ewigen Ehren-Bahnhofsvorsteherin.
Bahnhof Kishi, Kinokawa, Praefektur Wakayama, Japan | Bahnhofskatze Tama

Von der Bahnhofskatze zur offiziellen Vorsteherin
Tama wurde 1999 in Kinokawa in der Praefektur Wakayama geboren und lebte lange rund um den Bahnhof Kishi. Fahrgaeste und die inoffizielle Bahnhofspflegerin Koyama Toshiko kuemmerten sich um sie. Die Kishigawa-Linie hatte wirtschaftliche Schwierigkeiten, und der Bahnhof verlor sein Personal.
Am 5. Januar 2007 ernannte die Wakayama Electric Railway Tama offiziell zur Bahnhofsvorsteherin von Kishi. Ihre Aufgabe bestand vor allem darin, am Bahnhof zu sein und Reisende zu begruessen. Das Unternehmen stellte Katzenfutter als “Gehalt” bereit und liess fuer sie eine kleine Bahnhofsmuetze anfertigen.
Lokaler Wandel um eine Katze
Tama zog rasch Touristen, Medien und Fans an. Oeffentliche Berichte beschreiben, dass sie die Fahrgastzahlen und die Aufmerksamkeit fuer die lokale Wirtschaft erhoehte. Der Bahnhof Kishi wurde spaeter mit Katzenthemen umgestaltet, Zuege und Souvenirs griffen Tamas Bild auf, und um sie herum entstand eine erkennbare lokale Kultur.
Auch Tamas Titel wurden erweitert, etwa zu Super Stationmaster, Operating Officer und stellvertretender Praesidentin. Diese Bezeichnungen hatten natuerlich menschlichen Humor, doch sie markieren eine echte Neuerzaehlung einer kleinen Regionalbahn.
Was an dieser Geschichte bewahrt werden sollte, ist nicht einfach “eine Katze hatte einen Job”. Wichtiger ist, wie Fuersorge und Symbolkraft einen kleinen Bahnhof veraenderten: Ein zuvor betreutes Tier erhielt eine oeffentliche Rolle, Fahrgaeste kamen eigens ihretwegen, die Bahngesellschaft gestaltete Raum um sie herum, und die lokale Erinnerung erzaehlte die Kishigawa-Linie neu.
Erinnerung nach ihrem Tod
Am 22. Juni 2015 starb Tama an Herzversagen. Viele Fahrgaeste kamen, um zu trauern; die Bahngesellschaft hielt eine formelle Zeremonie fuer sie ab und verlieh ihr posthum den Titel einer ewigen Ehren-Bahnhofsvorsteherin.
Spaetere Katzen wie Nitama und Yontama fuehrten die Bahnhofskatzenrolle weiter. Das zeigt, dass Tamas Geschichte nicht mehr nur die Nachricht ueber eine einzelne Katze war, sondern zu einer gemeinsamen Ordnung von lokalem Verkehr, Tourismus und Tiergedenken wurde.
Warum sie aufgenommen wird
Tamas Geschichte zeigt, wie eine betreute Katze einen oeffentlichen Raum und die Beziehungen zwischen Menschen veraendern konnte. Sie erinnert auch daran, dass Beziehungen zwischen Menschen und Tieren manchmal an sehr alltaeglichen Orten entstehen: an Bahnlinien, in Laeden, an Bahnhoefen und an anderen Orten wiederholter Begegnung.

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