Globales Tiergedächtnis-Archiv

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Katzencafe: Fuenfjaehriger warf ein zwei Monate altes Kitten zu Tode

2023-03-29 Siehe Artikeltext und Quellenangaben.
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Im Maerz 2023 zeigten oeffentlich verbreitete Videos und Berichte, wie ein fuenfjaehriger Junge in einem Katzencafe ein etwa zwei Monate altes Kitten hochhob, es weit nach oben hielt und heftig auf den Boden warf. Das Kitten konnte danach nicht mehr normal stehen und starb noch am selben Abend. Die Berichte hielten auch fest, dass Aufsichtspersonen nicht rechtzeitig eingriffen, danach Verantwortung abwaelzten, und dass das Katzencafe durch den Einsatz so junger Tiere im Betrieb Managementprobleme offenbarte.

Bild des zwei Monate alten Kittens zu Lebzeiten
Zu Lebzeiten aufgenommenes Bild des Kittens, gespeichert von einer oeffentlich verbreiteten Seite. Quelle: von ifeng.com/Dafenghao weiterverbreitetes Material.

Ein Kitten, das den Betriebsdruck nicht haette tragen duerfen

Oeffentliche Berichte zeigen, dass sich im Katzencafe mehrere Erwachsene und ein Junge befanden, die Katzen streichelten. Zu Beginn der Aufnahme wirkt die Atmosphaere ruhig. Dann hob der Junge ein kleines Kitten hoch, hielt es in die Hoehe und warf es schwer auf den Boden.

Dieses Kitten war nur etwa zwei Monate alt. Berichte sagten, es habe wegen Entwoehnung und Futterumstellung bereits Durchfall gehabt. Ein so junges Tier haette sorgsam versorgt werden muessen, statt in einer offenen Interaktionsumgebung dichtem Anfassen ausgesetzt zu sein.

Ueberwachungsbild zeigt, wie der Junge das Kitten hochhebt
Schluesselbild aus dem oeffentlichen Video. Berichte beschrieben, dass der Junge das Kitten hoch in die Luft hob und dann schwer auf den Boden warf.

Nach dem Sturz kehrte es nie in seinen alten Zustand zurueck

Nach dem Wurf versuchte das Kitten aufzustehen, konnte seinen Koerper aber nicht mehr normal stuetzen. Berichte beschrieben, der Junge habe sich erneut naehern und das Kitten wieder hochnehmen wollen; danach griff ein Erwachsener ein.

Das war kein gewoehnliches kindliches Versehen. Vom Aufnehmen ueber das Hochhalten bis zum Fallenlassen ueberschritt das Verhalten die Grenze zwischen Spiel und Unwissen deutlich und fuehrte direkt zum Tod eines sehr jungen Tieres.

Bild zeigt das Kitten nach dem Wurf am Boden
Das oeffentliche Bild zeigt, dass das Kitten nach dem Wurf nicht mehr normal aufstehen konnte. Hier wird ein statisches Schluesselbild verwendet, um eine wiederholte Wiedergabe des Verletzungsablaufs zu vermeiden.

Fehlende Aufsicht und spaetere Schuldverschiebung

Berichten zufolge konnten die begleitenden Erwachsenen vom Aufheben bis zum Werfen nicht rechtzeitig eingreifen. Nachdem das Kitten am Boden lag, informierten sie den Betreiber auch nicht sofort. Der Betreiber erfuhr erst davon, nachdem er unten Katzenlaute hoerte und die Ueberwachung pruefte.

Berichte sagten ausserdem, die Eltern haetten Verantwortung auf die Aussage geschoben, das Kitten sei ohnehin krank gewesen, und sogar behauptet, eine andere Mittelschuelerin habe es aus dem Nest genommen. Selbst wenn das Kitten gesundheitlich schwach war, aendert das nichts an der schweren Beziehung zwischen dem Sturz und seinem Tod.

Eine Erwachsene traegt den Jungen vom Ort weg
Berichten zufolge schlug der Junge nach dem Wegtragen weiterhin nach der Frau, die ihn hielt. Das Versagen der Aufsicht vor und nach dem Vorfall ist ein unvermeidbarer Teil dieses Falls.

Auch das Katzencafe muss Schutzpflichten tragen

In diesem Vorfall muss das verletzende Verhalten klar kritisiert werden. Zugleich zeigte das Katzencafe Managementprobleme. Ein zwei Monate altes Kitten ist koerperlich verletzlich und nicht geeignet, in einem Betriebsraum wiederholt von fremden Gaesten hochgenommen und angefasst zu werden.

Tiere sind keine weichen Requisiten, die Kunden anziehen sollen. Wenn Betreiber Kitten in den Betrieb einbeziehen, muessen sie strengere Aufsicht, Abtrennung, Altersgrenzen und Notfallregeln einrichten. Ohne solche Regeln faellt das Risiko am Ende auf das schwaechste Tier.

Kitten aus dem oeffentlichen Video des Katzencafes
Bild des Kittens aus dem oeffentlich verbreiteten Video. Berichte sagten, es sei nur etwa zwei Monate alt und ohnehin koerperlich schwach gewesen.

Die Ausrede ‘das Kind ist noch klein’ darf das Scheitern der Lebensbildung nicht verdecken

Wenn Minderjaehrige Tiere verletzen, sollte die Gesellschaft Wut nicht in Doxxing oder Vergeltung verwandeln und keine Identitaet von Kindern offenlegen. Das heisst aber nicht, dass Verantwortung mit dem Satz, das Kind verstehe es nicht, ausgeloescht werden darf.

Die eigentlichen Fragen lauten: Haben Aufsichtspersonen rechtzeitig eingegriffen? Haben sie dem Kind vermittelt, dass Tiere Schmerz empfinden, Angst haben und sterben koennen? Hat der Laden die Sicherheit der Tiere vor Einnahmen gestellt? Hat die Gesellschaft die Grenze der Guete gegenueber Lebewesen klar genug benannt? Das Leben des Kittens ist beendet; sein Tod sollte zumindest nicht mit einem leichten Satz ueber ein kleines Kind beiseitegeschoben werden.

Zeitleiste

  • Um Maerz 2023: Ein oeffentliches Video aus einem Katzencafe verbreitete sich online und zeigte, wie ein Junge ein Kitten hochhob und zu Boden warf.
  • Nach dem Vorfall: Der Betreiber pruefte nach den Aufnahmen die Lage und verlangte Berichten zufolge von den Eltern eine symbolische Entschaedigung, um das Kitten rasch untersuchen zu lassen.
  • Am selben Abend: Berichte sagten, das geworfene Kitten sei gestorben.

Oeffentliche Quellen

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