Globales Tiergedächtnis-Archiv

Ein gemeinnütziges Langzeitarchiv für Tiergeschichten, Gedenkeinträge, quellenbasierte Fallakten und Erinnerungen an das Zusammenleben von Menschen und Tieren.

Archiv für Tierleid-Fälle

Coventry: Cat Bin Lady Mary Bale und Katze Lola

2010-08-21/2010-10-19 Siehe Artikeltext und Quellenangaben.
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Nachrichtenbild von Mary Elizabeth Bale in oeffentlicher Berichterstattung. Quelle: London Evening Standard, lokal archivierte Seitenkopie.
Nachrichtenbild von Mary Elizabeth Bale in oeffentlicher Berichterstattung. Quelle: London Evening Standard, lokal archivierte Seitenkopie.
Fallbezogenes Bild von Lola und Mary Bale. Quelle: UK Animal Cruelty Files, lokal archivierte Seitenkopie.
Fallbezogenes Bild von Lola und Mary Bale. Quelle: UK Animal Cruelty Files, lokal archivierte Seitenkopie.

Am 21. August 2010 zeichnete eine CCTV-Kamera vor einem Haus in Stoke Heath, Coventry, auf, wie Mary Elizabeth Bale sich Lola, einer vier Jahre alten getigerten Katze, naeherte, sie streichelte, sie dann am Nackenfell anhob und in eine Muelltonne setzte, bevor sie den Deckel schloss. Lolas Halter Darryl und Stephanie Andrews-Mann hoerten spaeter Miauen und retteten sie nach etwa 15 Stunden.

Nachdem sie die Sicherheitsaufnahmen geprueft hatten, stellten die Halter das Video online, um die verantwortliche Person zu identifizieren; die Aufnahme verbreitete sich rasch. Oeffentliche Berichte halten fest, dass Bale spaeter identifiziert und von der RSPCA verfolgt wurde. Vor dem Coventry Magistrates Court bekannte sie sich schuldig, einer Katze unnoetiges Leiden zugefuegt zu haben. Sie wurde zu einer Geldstrafe von GBP 250 verurteilt, musste GBP 15 Opferzuschlag und GBP 1.171,40 Kosten zahlen und durfte fuenf Jahre lang keine Tiere halten oder besitzen.

District Judge Caroline Goulborn sagte, der moegliche Schaden fuer Lola sei erheblich gewesen, auch wenn die Katze nicht koerperlich verletzt worden sei. Das Gericht beruecksichtigte auch die oeffentliche Beschimpfung, der Bale ausgesetzt war, stellte aber klar, dass persoenlicher Stress keine Entschuldigung fuer die Handlung sei. Der Fall wurde zu einem fruehen Beispiel dafuer, wie virales Videomaterial sowohl Tierschutzverantwortung als auch Debatten ueber digitale Prangerwirkung ausloeste.

Dieses Archiv verwendet echte fallbezogene Bilder aus oeffentlichen Berichten: ein Nachrichtenbild von Bale im Zusammenhang mit Polizeipraesenz und ein Bild von UK Animal Cruelty Files, das Bale und Lola zusammenfuehrt. Es nutzt nicht den Moment der Schaedigung aus dem CCTV-Material und ruft nicht zur Belaestigung beteiligter Personen auf.

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