Globales Tiergedächtnis-Archiv

Ein gemeinnütziges Langzeitarchiv für Tiergeschichten, Gedenkeinträge, quellenbasierte Fallakten und Erinnerungen an das Zusammenleben von Menschen und Tieren.

Archiv für Tierleid-Fälle

New Taipei, Luzhou: Mann goss vor einem Tempel heisses Wasser auf eine streunende Katze

2018-09-28 Siehe Artikeltext und Quellenangaben.
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Im September 2018 berichtete HK01, dass vor einem Tempel im Bezirk Luzhou in New Taipei City ein mutmasslich mit dem Tempel verbundener Mann an einem Wasserspender mit einer roten Kelle dampfend heisses Wasser nahm, anschliessend zu einem Fahrzeug ging und das heisse Wasser in Richtung einer streunenden Katze goss, die unter dem Auto frass. Die filmende Person sagte, die Katze sei rechtzeitig ausgewichen, nicht direkt getroffen und nicht sichtbar verletzt worden; sie habe den Vorfall den zustaendigen Stellen gemeldet. Dieser Fall wird als Versuch vorsaetzlicher Verletzung eines streunenden Tiers und als oeffentliches Risiko dokumentiert. Zugleich erinnert er daran, dass Empoerung ueber Tierverletzung auf Beweissicherung, Anzeige und institutionelle Nachfragen gerichtet werden sollte, nicht auf ungeprueftes Doxxing oder Belaestigung.

Man splashing hot water toward a stray cat outside a Luzhou temple
Bild aus dem HK01-Bericht: Vor einem Tempel im Bezirk Luzhou, New Taipei City, giesst ein Mann dampfend heisses Wasser in Richtung einer streunenden Katze. Als Bildquelle wurde ein Video-Screenshot aus der Facebook-Gruppe “CrazyCat club” angegeben.

Ablauf des Vorfalls

HK01 berichtete unter Bezug auf das Video und die Angaben der filmenden Person, der Vorfall habe sich vor einem Tempel im Bezirk Luzhou in New Taipei City ereignet. Auf den Bildern nimmt ein Mann offenbar an einem Tempel-Wasserspender mit einer roten Kelle dampfend heisses Wasser und geht danach auf ein geparktes Fahrzeug zu; unter dem Auto frisst eine streunende Katze.

Dem Bericht zufolge goss der Mann das heisse Wasser in Richtung der Katze unter dem Auto. Die Katze wich schnell aus und wurde nicht direkt getroffen. Die filmende Person stellte den Mann vor Ort zur Rede und sagte, sie werde ihn bei den zustaendigen Stellen melden. Dieses Archiv haelt diesen Punkt fest, um die Tatsachengrenzen klar zu ziehen: Es handelte sich um einen deutlich gefaehrlichen Vertreibungs- oder Verletzungsversuch, doch oeffentliche Berichte zeigten nicht, dass die Katze tatsaechlich verbrueht wurde.

HK01 video still from the Luzhou hot-water stray-cat incident
Video-Screenshot aus dem HK01-Bericht: Der Mann nimmt offenbar an einem Tempel-Wasserspender mit einer roten Kelle heisses Wasser.
HK01 video still from the Luzhou hot-water stray-cat incident
Video-Screenshot aus dem HK01-Bericht: Der Mann geht mit der Kelle in Richtung der streunenden Katze neben einem geparkten Fahrzeug.

Helferin und Hintergrund vor Ort

Die filmende Person sagte, sie fuettere in der Umgebung regelmaessig streunende Katzen, reinige auch die Naepfe und bringe Katzen zur Kastration und zum Ohrmarkieren. Der Bericht erwaehnte ausserdem, dass die betroffene Katze neu in der Gegend gewesen sei, waehrend andere Katzen in der Naehe wegliefen, sobald sie den Mann sahen.

Dieser Hintergrund zeigt, dass der Konflikt nicht einfach darin bestand, dass eine Katze an einem unerwuenschten Ort auftauchte. Es ging vielmehr um ein laenger bestehendes Problem zwischen Menschen, Tieren und Verwaltungsverantwortung im oeffentlichen Raum. Auch wer Tiere nicht mag, darf sie nicht mit einer Methode vertreiben, die schwere Verbruehungen verursachen kann.

HK01 video still from the Luzhou hot-water stray-cat incident
Video-Screenshot aus dem HK01-Bericht: Die streunende Katze frisst unter einem Auto. Dem Bericht zufolge fuetterte die filmende Person regelmaessig Katzen, reinigte Naepfe und brachte Katzen zur Kastration.

Warum dieser Fall aufgenommen wird

Dieser Fall verursachte keinen bestaetigten Tod und keine bestaetigte Verletzung, zeigt aber eine klare vorsaetzliche Gefahrhandlung: heisses Wasser nehmen, sich einer fressenden Katze naehern und Wasser in Richtung ihres Aufenthaltsorts schuetten. Fuer kleine Tiere kann kochendes Wasser schwere Verbruehungen, Erblindung, Infektionen oder sogar den Tod verursachen.

Deshalb sollte der Fall als Beispiel fuer Tierverletzungsrisiko und praeventives Eingreifen bewahrt werden. Fruehes Stoppen, Video-Beweissicherung sowie Meldungen an Verwaltungsstellen und zustaendige Behoerden sind oft wichtiger als spaetere Reue.

HK01 video still from the Luzhou hot-water stray-cat incident
Video-Screenshot aus dem HK01-Bericht: Der Moment, in dem heisses Wasser in Richtung der streunenden Katze unter dem Auto gegossen wird; dem Bericht zufolge wich die Katze rechtzeitig aus und wurde nicht direkt getroffen.

Grenzen der oeffentlichen Debatte

Dass Internetnutzer ueber Gewalt gegen Tiere wuetend sind, ist verstaendlich und kann Institutionen dazu bringen, sich einem Problem zu stellen. Empoerung muss jedoch auf geprueften Tatsachen beruhen und darf nicht in unterschiedslose Angriffe gegen nicht eindeutig identifizierte Personen oder Orte umschlagen.

Der Schwerpunkt dieses Falls sollte sein: Beweise sichern, Antworten von Tempel- oder Ortsverwaltung verlangen, tierfreundliche Vertreibung und Kastrationsmanagement foerdern, statt Gewalt mit Gewalt zu beantworten oder Einzelpersonen mit ungeprueften Informationen zu belaestigen.

Zeitleiste

  • Um September 2018: Die filmende Person nahm vor einem Tempel im Bezirk Luzhou in New Taipei City auf, wie ein Mann heisses Wasser in Richtung einer streunenden Katze unter einem Auto goss.
  • 28. September 2018: HK01 veroeffentlichte einen Bericht und dokumentierte Videoinhalt, Angaben der filmenden Person und oeffentliche Reaktionen.
  • Zum Zeitpunkt der Berichterstattung: Die filmende Person sagte, die Katze sei rechtzeitig ausgewichen und nicht verletzt worden; sie habe den Vorfall den zustaendigen Stellen gemeldet.

Oeffentliche Quellen

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