Gander hiess urspruenglich Pal und war ein Neufundlaender, der zum Hund und Maskottchen der Royal Rifles of Canada wurde. Waehrend der Schlacht um Hongkong 1941 begleitete er kanadische Soldaten im Kampf. Oeffentliche Quellen berichten, dass er in einem Moment eine vom Gegner geworfene Granate aufnahm und von den Soldaten wegtrug, bevor sie explodierte; dadurch starb er selbst und schuetzte mehrere kanadische Soldaten.
Lye Mun, Hongkong / Schlacht um Hongkong | Neufundlaender Gander

Vom Familienhund zum Gefaehrten einer Einheit
Gander war urspruenglich ein Familienhund namens Pal. Wegen seiner Groesse, Kraft und seines Temperaments wurde er von Soldaten der Royal Rifles of Canada am Newfoundland Gander Airport aufgenommen und erhielt den Namen Gander.
Als die Einheit 1941 nach Hongkong entsandt wurde, kam Gander mit. Er war kein Soldat im menschlichen Sinn, wurde aber zu einem sichtbaren Teil der kanadischen Einheit im Einsatzgebiet.
In der Schlacht um Hongkong
Im Dezember 1941 begann die Schlacht um Hongkong. Oeffentliche Erinnerungen an Gander berichten, dass er im Kampf mehrmals kanadische Soldaten schuetzte. Die bekannteste Szene betrifft eine Granate, die in die Naehe von Soldaten geworfen wurde.
Gander soll die Granate aufgenommen und von den Maennern weggetragen haben. Sie explodierte, toete ihn und bewahrte Soldaten in seiner Naehe vor der unmittelbaren Explosion. Im Jahr 2000 erhielt Gander posthum die Dickin Medal, eine der wichtigen spaeten Verleihungen dieser Auszeichnung.
Warum er aufgenommen wird
Ganders Geschichte muss zugleich Mut und Opfer festhalten. Krieg nahm nicht nur Menschen in Anspruch, sondern auch Tiere, die von Menschen in Kriegssituationen mitgenommen wurden.
Derzeit zeigt das Bild nur das Medaillenmotiv. Es wird kein unbezogenes Foto eines Neufundlaenders verwendet, nur weil es schoener waere. Diese Zurueckhaltung schuetzt den Quellenbezug der Geschichte.
Archivhinweis
Zusaetzlicher Hinweis: Ganders Geschichte wird oft auf den heroischen Moment des Wegtragens einer Granate verkuerzt. Das Archiv soll aber auch die Umgebung dieses Moments zeigen: Ein Familienhund wurde zum Gefaehrten einer stationierten Einheit und dann in eine Schlacht gebracht. Deshalb muss die Darstellung beides halten: die berichtete Rettung und die Tatsache, dass ein Tier in menschliche Kriegsgewalt hineingezogen wurde. Weil derzeit kein verlaessliches Hundeportraet verwendet wird, bleibt das Medaillenbild sichtbar als Quellen- und Ehrungshinweis statt als scheinbares Tierfoto.

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