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Beijing Pinggu: Zwei Haushunde starben nach Giftkoedern, Taeter erhielten Verwaltungshaft

Am Abend des 22. Mai 2024 starben in einer Wohnanlage im Strassenbezirk Mafang des Bezirks Pinggu in Beijing der Samojede von Frau Fan und ein weiterer von Nachbarn gehaltener Hund nacheinander an einer Vergiftung. Red Star News berichtete, Liu habe Fan angewiesen, gegen 19 Uhr an diesem Tag einen weissen Plastikbeutel mit zerkleinerter Wurst oestlich eines Hauseingangs in der betroffenen Wohnanlage abzulegen; nachdem die beiden Hunde die Wurst im Beutel gefressen hatten, starben sie. Laut Gutachten wurden sowohl in der betreffenden Wurst als auch im Herzblut des toten Hundes von Frau Fan Fluoracetat beziehungsweise Fluoracetatsalze nachgewiesen.

Der Tod begann mit einem Beutel zerkleinerter Wurst
Frau Fan erinnerte sich gegenueber den Medien, dass sie am Abend des 22. Mai wie gewohnt mit ihrem Hund nach unten gegangen sei. Dabei entfernte sich der Samojede ihrer Familie am Hauseingang kurz von ihr. Gegen 23 Uhr zeigte der Hund ploetzlich auffaellige Symptome wie Hecheln, Erbrechen und Schreien. Sie hielt den Hund im Treppenhaus im Arm, kontaktierte einen Tierarzt und wartete auf Hilfe; bevor der Tierarzt eintraf, war der Hund bereits gestorben.
Waehrend sie wartete, traf Frau Fan den Nachbarn Fan Moushuo aus dem Erdgeschoss. Auch dessen Hund wurde herausgetragen und war bereits tot. Der Verlauf bei beiden Hunden sah wie eine Vergiftung aus. Frau Fan rief anschliessend die Polizei und bat Familienangehoerige, in der Wohnanlage nach moeglichen Giftkoedern zu suchen. Schliesslich fanden sie ein verdaechtiges Lebensmittel und uebergaben es der Polizei.
Verwaltungsstrafbescheid und Fluoracetat
Red Star News berichtete, Frau Fan habe am 3. September den von der Polizei zugesandten Verwaltungsstrafbescheid erhalten. Der Bescheid zeigte, dass die Polizei festgestellt hatte, Liu habe Fan angewiesen, den weissen Plastikbeutel mit zerkleinerter Wurst oestlich des Hauseingangs abzulegen; die von Frau Fan und Fan Moushuo gehaltenen Hunde fraessen davon und starben. In der eingesandten Wurst wurde Fluoracetat beziehungsweise Fluoracetatsalz nachgewiesen; auch im Herzblut des toten Hundes von Frau Fan wurde Fluoracetat beziehungsweise Fluoracetatsalz gefunden.


Der Bescheid zeigt, dass das Verhalten der beiden Betroffenen nach dem Beijinger Ermessensstandard fuer polizeiliche Verwaltungsstrafen als schwerwiegender Umstand eingestuft wurde. Auf Grundlage der einschlaegigen Vorschriften des Gesetzes ueber Strafen fuer die Verwaltung der oeffentlichen Sicherheit erhielten sie jeweils zwoelf Tage Verwaltungshaft. Diese Seite dokumentiert das Ergebnis nach oeffentlichen Berichten und ersetzt keine abschliessende Bewertung in einem spaeteren Verwaltungswiderspruchs- oder Gerichtsverfahren.
Der Hund wurde mit 1.740 Yuan bewertet, die Halterin konnte das nicht akzeptieren
In dem Bericht sagte Frau Fan, sie koenne das Ergebnis nicht akzeptieren und bereite einen Verwaltungswiderspruch vor. Sie war der Ansicht, dass das Auslegen von Lebensmitteln mit Fluoracetat beziehungsweise Fluoracetatsalz in einem oeffentlichen Bereich der Wohnanlage nicht nur den Tod zweier Haushunde verursacht habe, sondern auch Kinder, andere Tiere oder Kontaktpersonen gefaehrden koenne. Sie war ausserdem mit dem Preisgutachten unzufrieden und sagte, ihr Hund habe eine Hundelizenz gehabt, sei regelmaessig geprueft und geimpft worden und sei ein wichtiges Familienmitglied gewesen; er duerfe nicht einfach nach einem niedrigen Marktstandard bemessen werden.

Auch The Beijing News erwaehnte in einem Bericht ueber Schuld und Strafe in Faellen von Haustiervergiftung, dass die beiden kurz zuvor in Pinggu vergifteten Hunde nach dem Marktpreis fuer “Fleischhunde” pro Gewicht bewertet worden seien; diese Bewertungsweise war fuer die betroffenen Halter schwer hinnehmbar. Sichtbar wird hier nicht nur ein Streit ueber Entschaedigung in einem Einzelfall, sondern eine lang bestehende Schwierigkeit: Die Bedeutung eines Begleittiers im Familienleben wird oft auf eine Zahl reduziert, die weit unterhalb von Gefuehl und Sorgebeziehung liegt.
Gift ist kein Weg, Gemeinschaftskonflikte zu loesen
Zivilisierte Hundehaltung braucht Regeln, und Nachbarschaften muessen Laerm, Hygiene und Sicherheit regeln. Aber Gift ist keine Regel, sondern Verletzung; es ist keine Erinnerung, sondern heimlich abgelegte Todesgefahr. Wenn Stoffe wie Fluoracetat beziehungsweise Fluoracetatsalze in den oeffentlichen Raum gelangen, richtet sich die Gefahr nicht nur gegen einen bestimmten Hund und endet nicht an den Grenzen, die sich der Ausleger vorstellt.
Der Tod der beiden Hunde machte den Alltag einer gewoehnlichen Wohnanlage augenblicklich unsicher. Frau Fan sagte, in der Anlage gebe es viele Kinder; eine versehentliche Aufnahme von Gift waere furchtbar. Diese Sorge ist nicht uebertrieben. Fuer diese Seite muessen solche Faelle dokumentiert werden: Sie erinnern daran, dass Gewalt gegen Tiere oft zugleich oeffentliche Sicherheit, nachbarschaftliches Vertrauen und grundlegende Lebensethik herausfordert.
Zeitleiste
- 22.05.2024, gegen 19 Uhr: Laut Verwaltungsstrafbescheid wies Liu Fan an, einen weissen Plastikbeutel mit zerkleinerter Wurst oestlich eines Hauseingangs in der Wohnanlage abzulegen.
- Abend des 22.05.2024: Der Samojede von Frau Fan und ein weiterer von Nachbarn gehaltener Hund fraessen die betreffenden Lebensmittel und starben; Frau Fan rief die Polizei.
- Nach dem Vorfall: Die Polizeidienststelle Pinggu hatte zunaechst eine Mitteilung ueber die Nichtannahme als Strafverfahren ausgestellt; Frau Fan meldete spaeter den Fall erneut wegen Stoerung der oeffentlichen Ordnung, und die Polizeistation stellte eine Mitteilung ueber die Einleitung eines Verwaltungsverfahrens aus.
- 03.09.2024: Frau Fan erhielt den Verwaltungsstrafbescheid und erfuhr, dass Liu und Fan zwoelf Tage Verwaltungshaft erhalten hatten.
- 04.09.2024: Red Star News berichtete ueber den Fall und ueber Frau Fans Absicht, Verwaltungswiderspruch einzulegen.
- 24.09.2024: The Beijing News erwaehnte in einem Bericht ueber Schuld und Strafe bei Haustiervergiftungen, dass die zwei Haushunde in Pinggu nach dem Marktpreis fuer “Fleischhunde” bewertet worden waren und dies Kontroversen ausloeste.
Oeffentliche Quellen
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