Globales Tiergedächtnis-Archiv

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Archiv für Tierleid-Fälle

Zhengzhou: Labrador “Grape” starb nach 18 Hiebverletzungen durch einen Nachbarn

2023-01-27 Siehe Artikeltext und Quellenangaben.
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Am 27. Januar 2023 verliess in der Wohnanlage Zhongyuan Xincheng Xintiandi in Zhengzhou, Henan, ein acht Monate alter Labrador namens “Grape” selbststaendig die Wohnung. Oeffentliche Berichte schildern, dass der Halter spaeter nahe einem Muelleimer im zweiten Untergeschoss einen blutigen gewebten Sack fand; darin lag der tote Hund mit 18 Wunden. Jimu News berichtete, die oertliche Polizei habe bestaetigt, dass der Fall zur Ermittlung registriert wurde. Was an diesem Fall schwer loslaesst, ist nicht nur die Verletzung selbst, sondern dass ein sanftes, verirrtes und nach Hause suchendes Familienbegleittier auf extrem grausame Weise in den Tod gezogen wurde.

Screenshot aus einem Medienvideo
Screenshot aus einem Video des Henan Radio and Television Urban Channel, erhalten ueber einen Ifeng-Nachdruck. Das Bild dient zur Dokumentation der Berichterstattung und oeffentlicher Videospuren.

Von der Wohnungstuer zum Aufzug und dann zwei Stunden ohne Rueckkehr

Nach Berichten von Jimu News und Ifeng, das einen Observer-Net-Bericht nachdruckte, ging Herr Yao am 27. Januar gegen 18 Uhr aus dem Haus; “Grape” drueckte den Tuergriff herunter und lief aus der Wohnung. Ueberwachungsvideo zeigte, dass der Hund zuerst mit dem Aufzug in den fuenften Stock fuhr und spaeter anderen Personen in den Aufzug folgte und in den ersten Stock gelangte. Da es im Gebaeude ausserhalb des Aufzugs kaum Kameras gab, brach seine Spur danach zeitweise ab.

Um 19:39 Uhr schrieb jemand in der Hausverwaltungsgruppe, nahe einem Muelleimer im zweiten Untergeschoss liege ein blutiger gewebter Sack, in dem sich noch etwas bewege. Um 20:15 Uhr kam der Halter an und oeffnete den Sack; darin fand er seinen Labrador “Grape”, bereits tot, mit 18 Wunden am Koerper. Berichte sagten ausserdem, auf Ueberwachungsvideo sei ein Mann zu sehen, der einen blutigen Sack in den Aufzug zog und nach unten fuhr.

Der Nachbar sagte, er habe “Angst vor Hunden”; die Grausamkeit laesst sich damit nicht erklaeren

In den Berichten sagte der betroffene Nachbar telefonisch, der Ausloeser sei gewesen, dass der Hund in seiner Wohnung “herumgesprungen und gebellt” habe; aus Angst, verletzt zu werden, habe er den Hund totgeschlagen. Wie “Grape” in die Wohnung des Nachbarn gelangte, wurde von den Seiten unterschiedlich dargestellt.

Selbst wenn man die von ihm behauptete “Selbstverteidigung” zugrunde legt, gehen mehr als ein Dutzend Wunden sowie das Verpacken des verletzten Tieres in einen gewebten Sack und das Wegwerfen weit ueber jede notwendige Reaktion hinaus. Hinzu kommt, dass “Grape” in den oeffentlichen Videos und nach der Schilderung des Halters ein junger, verirrter Familienhund war, ohne erkennbare Aggression.

Bild des betroffenen Hundes Grape
Videotitelbild aus oeffentlichen Berichten, das den Zustand des betroffenen Hundes “Grape” nach dem Auffinden zeigt. Der Inhalt ist sensibel und wird hier zur Dokumentation der Folgen bewahrt.

Polizeiliche Registrierung und die Grenzen des Rechtsrahmens

Jimu News berichtete, am 30. Januar habe die zustaendige Polizeiwache Hanghaixi Road bestaetigt, dass der Fall registriert und eine Sonderarbeitsgruppe fuer Ermittlungen eingerichtet worden sei. Nach juristischen Einschaetzungen in oeffentlichen Berichten gilt ein Haustierhund als privates Eigentum der Beteiligten; das Quaelen und Toeten eines Haustierhundes koenne daher eine vorsatzbezogene Beschaedigung fremden Eigentums beruehren.

Solche Faelle koennen haeufig nur ueber Eigentumsbeschaedigung, oeffentliche Sicherheit oder andere bestehende Rechtswege bearbeitet werden. Das kann einem Einzelfall eine gewisse Antwort geben, erkennt aber das Leid des Tieres als Leben selbst nicht vollstaendig an und kann auch die reale Begleitung und Naehe zwischen Halter und Tier nicht voll abbilden.

Warum dieser Fall aufgenommen wird

“Grape” war kein abstrakter Vermoegensgegenstand. Er war ein acht Monate alter Labrador, der eine Tuer oeffnen konnte, Aufzug fuhr und im Verirrtsein offenbar nach dem Weg nach Hause suchte. Sein Tod war vorsatzbezogene Tierverletzung, ein Angriff auf die Beziehung zu einem Begleittier und ein schwerer Schlag gegen die emotionale Sicherheit einer Familie.

Dieses Archiv dokumentiert den Fall, damit dieser Name bleibt: Grape. Grausamkeit gegen Tiere ist keine Nebensache und sollte nicht mit einem Satz wie “Angst vor Hunden” oder “Entschaedigung” beiseitegeschoben werden. Wie eine Gesellschaft mit schwachem Leben umgeht, zeigt oft auch, wie sie Zurueckhaltung, Verantwortung und Guete versteht.

Zeitleiste

  • 2023-01-27 gegen 18:00: Nachdem der Halter ausgegangen war, oeffnete “Grape” selbststaendig die Wohnungstuer und erschien auf Aufzugskameras.
  • 2023-01-27 19:39: In der Hausverwaltungsgruppe schrieb jemand, nahe einem Muelleimer im zweiten Untergeschoss liege ein blutiger gewebter Sack, in dem sich noch etwas bewege.
  • 2023-01-27 20:15: Der Halter kam vor Ort an und fand im Sack den Koerper von “Grape” mit 18 Wunden.
  • 2023-01-30: Jimu News berichtete, die oertliche Polizei habe bestaetigt, dass der Fall registriert und untersucht werde.

Oeffentliche Quellen

Dieser Text beruht auf Jimu News, einem Ifeng-Nachdruck eines Observer-Net-Berichts und Materialien, die von HK01 nachgedruckt wurden. Aussagen des betroffenen Nachbarn, Ueberwachungszeitlinie, Zahl der Wunden und Information zur polizeilichen Registrierung werden nach oeffentlichen Berichten wiedergegeben.

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