
Am Abend des 8. Dezember 2024 sah Frau Hu, ueber die Jiemian News berichtete, in einem als “kleiner Hof” bezeichneten Streunertier-Aufnahmeort in Tongzhou, Beijing, wie ein Hund ploetzlich wie rasend losrannte, zusammenbrach und starb. Danach starben im Abstand von jeweils einer halben bis einer Stunde weitere Hunde auf aehnliche Weise. Zusammen mit den Hunden, die am naechsten Tag nacheinander starben, kamen am Ende 13 Hunde ums Leben; ein weiterer Hund wurde in einer Tierklinik gerettet. Jiemian News berichtete, dass Mageninhalte von sieben toten Hunden untersucht wurden und das Ergebnis eine Fluoracetat-Vergiftung zeigte. Die Polizei registrierte den Fall zunaechst als “Sachbeschaedigung”; spaeter erhielt Frau Hu bei einer Nachfrage eine Eingangsbescheinigung, aus der hervorging, dass die Tongzhou-Zweigstelle der Polizei Beijing den Fall als “Gefaehrdung der oeffentlichen Sicherheit mit gefaehrlichen Methoden” angenommen hatte.
Die Nacht im kleinen Hof
Frau Hu erinnerte sich, dass alles in der Nacht des 8. Dezember 2024 begann. Ein Hund im kleinen Hof rannte ploetzlich “wie verrueckt hin und her”, fiel bald zu Boden, streckte die Beine aus und zeigte keine Lebenszeichen mehr. Dieser Tod blieb nicht bei dem ersten Hund stehen. Innerhalb von einer halben bis einer Stunde brach ein weiterer Hund zusammen, danach starben weitere Tiere.
Das war kein gewoehnlicher Fall von Verlaufen oder Krankheit. Am naechsten Tag ging das Sterben weiter. Am Ende ueberlebten 13 Hunde nicht, nur ein Hund wurde in einer Tierklinik gerettet. Sie waren urspruenglich von der Strasse weggekommen und in einen Hof gebracht worden, der ihnen Aufnahme und Pflege bieten sollte, konnten dem giftigen Schatten menschlicher Gewalt aber dennoch nicht entgehen.
Fluoracetat und die Schwierigkeit der Beweissicherung
Nachdem Frau Hu Anzeige erstattet hatte, kamen mehrere Polizeigruppen zum Ort. Jiemian News berichtete, dass sie in einer Tierklinik sieben der toten Hunde obduzieren liess und auf Anforderung der Polizei Futterreste aus den Baeuchen der Hunde den Behoerden zur Untersuchung uebergab. Die Testergebnisse zeigten Fluoracetat-Vergiftung.
Fluoracetat ist ein hochgiftiger Stoff und wurde in den Berichten auch mit anderen Haustiervergiftungen in Verbindung gebracht. Sein Auftreten an einem Ort fuer die Aufnahme streunender Tiere bedeutet, dass die Gefahr nicht nur die Hunde traf, sondern auch Menschen am Ort, Freiwillige, Reinigungskraefte und andere Tiere erreichen konnte.
Der Fall kam nur schwer voran. Frau Hu sagte, Nachbarn haetten Ueberwachungskameras, wollten sie ihr aber nicht zeigen; die Aufnahmen wurden spaeter von der Polizei mitgenommen. Als sie spaeter auf der Polizeiwache nachfragte, erhielt sie eine Eingangsbescheinigung, aus der hervorging, dass der Fall als “Gefaehrdung der oeffentlichen Sicherheit mit gefaehrlichen Methoden” angenommen wurde. Zugleich schrieb der oeffentliche Bericht, dass die von der Polizei gesichteten Aufnahmen keinen Giftleger gezeigt haetten.
Tod an einem Ort der Pflege
Ein besonders schwer zu ertragender Punkt dieses Falls ist, dass der Tod an einem Ort geschah, der streunende Tiere versorgen sollte. Hier sollten verletzte, ausgesetzte und heimatlose Tiere voruebergehend unterkommen. In einer Nacht wurde dieser Ort jedoch zu einem Tatort, den hochgiftige Stoffe mit Tod ueberzogen.
Ueber die Zahl streunender Tiere, Aufnahme-Management und Nachbarschaftsumfeld kann man unterschiedlicher Meinung sein. Gift gegen Tiere zu richten, die sich nicht verteidigen koennen, ueberschreitet jedoch jede Grenze. Diese Hunde waren nicht Teil menschlicher Konflikte. Sie lebten, warteten auf Pflege und darauf, freundlich behandelt zu werden, starben aber in Kraempfen und Vergiftung.
Diese Seite dokumentiert den Fall, um das Leid dieser Hunde festzuhalten und daran zu erinnern: Boeswillige Vergiftung ist eine grausame Verletzung von Leben und zugleich eine Bedrohung der oeffentlichen Sicherheit. Wie eine Gesellschaft mit den schwaechsten und stimmlosesten Leben umgeht, zeigt gerade ihren Grad an Zivilitaet.
Zeitleiste
- Abend des 08.12.2024: Im “kleinen Hof” in Tongzhou, Beijing, begannen Hunde nacheinander wie rasend zu laufen, zusammenzubrechen und zu sterben.
- 09.12.2024: Das Sterben setzte sich fort; am Ende starben 13 Hunde, ein Hund wurde in einer Tierklinik gerettet.
- Danach: Mageninhalte von sieben toten Hunden wurden untersucht; das Ergebnis zeigte Fluoracetat-Vergiftung.
- 23.01.2025: Frau Hu fragte auf der Polizeiwache nach und erhielt eine Eingangsbescheinigung, nach der der Fall als “Gefaehrdung der oeffentlichen Sicherheit mit gefaehrlichen Methoden” angenommen wurde.
- 25.01.2025: Jiemian News veroeffentlichte einen Schwerpunktbericht ueber diesen Fall und die Beweisschwierigkeiten bei Haustiervergiftungen.
Oeffentliche Quelle
Dieser Beitrag stuetzt sich auf den Jiemian-News-Bericht “Rechtsfokus | Wie lassen sich Haustiervergifter ermitteln?” Angaben zur Zahl der toten Hunde, zu Testergebnissen, zur polizeilichen Fallannahme und zu Beweisschwierigkeiten stammen aus oeffentlichen Berichten. Die Identitaet eines konkreten Giftlegers wurde oeffentlich nicht offengelegt; diese Seite nimmt keine darueber hinausgehende Zuordnung vor.

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