Im November 2024 zeigte ein im Netz verbreitetes Video, wie ein Sicherheitsmitarbeiter der Mianyang Open University in Sichuan einen Streunerhund in einen Sack steckte, vom Campus brachte und ihn anschliessend durch Werfen und Stockschlaege toetete. Laut Mitteilung der Hochschule habe der beteiligte Sicherheitsmitarbeiter waehrend des Transports eine uebermaessige Stressreaktion gezeigt, nachdem der Hund sich gewehrt und in den Sack gebissen habe. Die Polizei habe ihn befragt und kritisiert; die Hochschule loeste seinen Beschaeftigungsvertrag auf.



Nachdem der Hund in den Sack gesteckt worden war
Ende November 2024 verbreitete sich im Netz ein Video zur “Behandlung eines Streunerhundes an der Mianyang Open University in Sichuan”. Die von oeffentlichen Berichten verwendeten Bilder zeigen eine Person, die nahe dem Schultor mit einem Hund umgeht, der in einen Sack gesteckt wurde. Medien schrieben, der Mann habe den Sack mit dem kleinen Hund in die Ferne geschleudert und weiter mit einem Stock darauf eingeschlagen; nach wenigen Sekunden habe sich der Hund im Sack nicht mehr bewegt. Sina Sichuan berichtete zudem, Studierende haetten gesagt, der Streunerhund sei oft in der Naehe der Hochschule aufgetaucht und von einigen Studierenden “Xuejie”, also aeltere Kommilitonin, genannt worden.
Mitteilung der Hochschule und Ergebnis der Massnahmen
Am 28. November veroeffentlichte die Mianyang Open University eine Mitteilung. Darin hiess es, auf dem Campus an der Jiaoyu Middle Road sei in letzter Zeit haeufig ein Streunerhund aufgetaucht. Um eine Gefahr fuer die Gesundheit von Lehrenden und Studierenden sowie Stoerungen des Unterrichtsbetriebs zu verhindern, habe die Hochschule am Morgen des 27. November einen Sicherheitsmitarbeiter damit beauftragt, den Streunerhund einzufangen und vom Campus zu bringen. Laut Mitteilung habe der Hund waehrend des Transports heftig Widerstand geleistet und in den Sack gebissen; dadurch habe der Sicherheitsmitarbeiter uebermaessig gestresst reagiert und den Streunerhund durch Werfen und Stockschlaege getoetet.
Es geht nicht nur um das Wort “Entlassung”
Die Mitteilung der Hochschule erklaerte, nach dem Vorfall habe die Polizei die beteiligte Person befragt und kritisiert. Die Hochschule habe den Sicherheitsverantwortlichen campusweit kritisiert und dessen Jahresleistungslohn gekuerzt; mit dem beteiligten Sicherheitsmitarbeiter sei der Beschaeftigungsvertrag beendet worden. Dieses Ergebnis muss festgehalten werden, doch es kann die Angst, die das kleine Tier in seinen letzten Momenten auf den Bildern ertragen musste, nicht ausloeschen. Einfangen, Einsacken und Wegbringen haetten bereits gereicht, um ein Risiko zu kontrollieren; die spaetere Behandlung glitt trotzdem in toedliche Stockschlaege ab. Das zeigt, dass es nicht nur um den Kontrollverlust einer einzelnen Person ging, sondern auch um grobe Luecken in den Verfahren zum Umgang mit Streunertieren auf dem Campus.
Campusverwaltung haette menschlicher handeln koennen
Ifengs Jiemu Commentary schrieb, es sei selbstverstaendlich falsch, dass ein Sicherheitsmann einen Streunerhund totschlage; so gehe man nicht richtig mit Leben um, und Schulen braeuchten konkrete Verfahren fuer den Umgang mit Streunertieren. Auch ein Kommentar von Tide News betonte, ein Streunerhund, der haeufig auf dem Campus auftauche, sei nicht ploetzlich aus dem Nichts erschienen. Wenn die Hochschule frueher einen klaren, ausfuehrbaren Plan fuer Einfangen, Isolieren und Kontakt zu Rettungsorganisationen oder Fachleuten gehabt haette, haette sie ein Leben nicht in eine improvisierte Behandlung und eine gewaltsame Reaktion draengen muessen.
Warum dieser Fall aufgenommen wird
Diese Website nimmt den Fall auf, weil er eine haeufige Form des Scheiterns oeffentlicher Einrichtungen im Umgang mit Streunertieren zeigt: Zuerst wird das Tier als Ordnungsproblem betrachtet, dann wird die Situation ohne ausreichende Schulung und Verfahren einer einzelnen Person vor Ort ueberlassen. Ein Campus muss sicher sein, und Lehrende wie Studierende haben ein Recht darauf, Risiken zu vermeiden. Sicherheit darf jedoch keine Abkuerzung ueber Grausamkeit nehmen. Fuer einen Hund, der bereits in einem Sack steckte und sich nicht wirklich aeussern konnte, haette es eine zivilisiertere Behandlung geben muessen, und sie muss eingefordert werden.
Zeitleiste
- Morgen des 27. November 2024: Die Mianyang Open University beauftragte einen Sicherheitsmitarbeiter, den Streunerhund, der auf dem Campus an der Jiaoyu Middle Road auftauchte, einzufangen und vom Campus zu bringen.
- 28. November 2024: Die Hochschule veroeffentlichte eine Mitteilung. Darin hiess es, der Sicherheitsmitarbeiter habe den Hund waehrend des Transports durch Werfen und Stockschlaege getoetet; die Polizei habe ihn befragt und kritisiert, und die Hochschule habe den Beschaeftigungsvertrag des beteiligten Sicherheitsmitarbeiters beendet.
- 29. bis 30. November 2024: Mehrere Medien berichteten und kommentierten den Vorfall und diskutierten Verfahren und humane Grenzen beim Umgang mit Streunertieren auf dem Campus.
Oeffentliche Quellen
- Guizhou Radio and Television via China News Service: Hochschule berichtet ueber Sicherheitsmann, der Streunerhund totschlug
- Sina Sichuan: Im Netz verbreitetes Video zeigt Mitarbeiter einer Hochschule in Mianyang, der Hund in Sack steckt und auf der Strasse totschlaegt
- Ifeng Jiemu Commentary: Der Sicherheitsmann, der einen Streunerhund totschlug, wurde entlassen; auch fuer den Umgang mit Streunerhunden braucht es konkrete Verfahren
- Tencent News via Observer Network: Mianyang Open University meldet Vorfall beim Umgang mit Streunerhund
- Tide News commentary: Der Umgang von Schulen mit Streunerhunden darf nicht nur auf improvisierten Reaktionen beruhen

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